07. Juli 2010 - von hee
Dänische Regierung nimmt Kürzungen beim Schülertransport deutscher Schulen zurück
»Die dänische Regierung hat beschlossen, dass für die Beförderung der Schüler der deutschen Minderheit weiterhin der volle Zuschuss gezahlt wird.« Das erklärte heute der Vorsitzende des Südschleswig-Gremiums des Folketings, Kim Andersen, gegenüber dem Nordschleswiger. Im Rahmen des wirtschaftlichen Wiederaufrichtungsplans der Regierung war eine Kürzung der Transportzuschüsse für Privatschulen beschlossen worden, was im Bereich der Schulen der deutschen Minderheit Einbußen in Höhe von 2,5 Millionen Kronen ergeben hätte.
»Die Entscheidung wurde nicht nur nach den Buchstaben, sondern auch im Geist der Bonn-Kopenhagener Erklärungen getroffen«, so Andersen, der den Beschluss der Regierung auch als ein Bekenntnis zur dynamischen Unterstützung der Minderheit und ihrer existenziellen Verhältnisse bezeichnet. Man beachte auch die historischen Verhältnisse, die zur Existenz der Minderheiten gehören.
»Es wird auch berücksichtigt, dass im Bereich der deutschen Minderheit viele Schüler in einem großen geografischen Einzugsbereich leben«, so der Politiker und verweist darauf, dass viele Familien große finanzielle Lasten bei einer Kürzung der Zuschüsse hätten tragen müssen. Das habe man im Unterrichtsministerium zur Kenntnis genommen.
»Wir haben auch auf die Vertreter der deutschen Minderheit gehört«, so Andersen, der davon ausgeht, dass die Entscheidung in der deutschen Volksgruppe mit Freude aufgenommen wird.
Andersen unterstrich, dass die Regierung in Kopenhagen auch weiterhin sehr genau die Verhältnisse hinsichtlich der Behandlung der dänischen Minderheit durch die Landesregierung in Kiel verfolgen werde. Man erwarte weiter, dass es ein Entgegenkommen gegenüber dem dänischen Schulverein in Südschleswig geben werde.
»Wir appellieren noch einmal an die Landesregierung, dass man das Thema Gleichstellung der Minderheiten seriös behandelt, im Sinne der Bonn-Kopenhagner Erklärungen.