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15. Juli 2010 - von hee dpa
Merkel betont deutsch-russische Freundschaft
Bei den deutsch-russischen Gesprächen in Jekatarinenburg haben der russische Präsident Medwedjew und Bundeskanzlerin Angela Merkel betont, dass die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Staaten heute schon eng seien, dass es aber auch noch viel Potenzial zur Weiterentwicklung gebe.
Medwedjew unterstrich den Wunsch seines Landes, dass Deutschland als zentraler Partner bei der Modernisierung der russischen Wirtschaft fungiert. Zugleich beklagte er, dass es bisher nur relativ wenigen russischen Unternehmen gelungen sei, in Deutschland zu investieren. Auch Merkel betonte, die Investitionen dürften nicht nur in eine Richtung gehen.
Am Rande der Gespräche unterzeichneten deutsche Unternehmen Verträge in Milliardenhöhe mit russischen Partnern. Der Siemens-Konzern soll in den nächsten zehn Jahren 240 Regionalzüge im Wert von 2,2 Milliarden Euro liefern. Außerdem plant das Unternehmen, sich an der Innovationsschmiede Skolkowo vor den Toren Moskaus zu beteiligen, einer Art russisches Silicon Valley.
Die staatliche KfW-Bank will helfen, mittelständische Betriebe in Russland aufzubauen. Russische Manager sollen in Deutschland weitergebildet werden. Im Gespräch ist schließlich auch die Lieferung von elf Airbus-Flugzeugen vom Typ A330.
Merkel betonte in Jekaterinburg, sie sehe einen engen Zusamenhang zwischen politischen Mitwirkungsrechten und wirtschaftlicher Entwicklung. Sie mahnte weitere rechtsstaatliche Reformen in Russland an. Es gebe einen fast unauslöschlichen Zusammenhang zwischen der Modernisierung der Wirtschaft und der Demokratisierung der Zivilgesellschaft, sagte sie. Eine gute wirtschaftliche Entwicklung setze in beiden Ländern ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit der Bürger voraus.
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