Der BDN - die Dachorganisations der deutschen Volksgruppe in Dänemark






Bund Deutscher Nordschleswiger
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Der Nordschleswiger

Königin Margrethe wird drei Tage lang gefeiert

DF fordert Straffreiheit für rassistische Propaganda

Deutliche »Handschrift« rheinischer Kirchbaumeister in Ripen sichtbar

Ein historisch schweres Jahr

Momo gegen die grauen Herren

Notfall geprobt

Homo-Ehe bald auch in Gottes Namen


Nachrichtenarchiv 2007

BDN Hauptvorstand verabschiedet Haushalt 2009

Die letzte Sitzung des BDN Hauptvorstandes im Jahr 2007 fand am 10. Dezember in der Nachschule Tingleff statt. Schulleiter Jörn Warm (Foto) konnte sich darüber freuen, dass die Schule bis an die Kapazitätsgrenze ausgebucht ist. Er wies jedoch darauf hin, dass es unbedingt notwendig ist, den Mädchenflügel zu modernisieren, da die Schule in Konkurrenz zu den übrigen dänischen Nachschulen steht. Der Hauptvorstand besichtigte vor Ort die Räumlichkeiten und wird voraussichtlich Anfang 2008 über die Verteilung der Investitionsmittel für 2009 entscheiden.
Auf der Tagesordnung stand die Beratung über den Volksgruppenhaushalt 2009, der wie vorgelegt einstimmig verabschiedet wurde. Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen wies dabei darauf hin, dass der Haushalt 2009 bei den Bundesmitteln von der anteiligen Übernahme der Lohnkostensteigerungen in Höhe von 176.000 Euro ausgeht.
Des Weiteren wurde entschieden, dass ein neuer stellvertretender Hauptvorsitzender auf der Delegiertenversammlung am 22. April 2008 gewählt wird. Die Gremien von BDN und Schleswigscher Partei sind aufgefordert bis zum 25. März 2008 Vorschläge einzureichen.
Da Generalsekretär Peter Iver Johannsen Ende 2008 wegen Erreichung des Pensionsalters aus dem Amt scheidet, wurde auf der Hauptvorstandssitzung über die Prozedur für die Wahl eines Nachfolgers beraten. Die Wahl wird vom Hauptvorstand im August/September vorgenommen.


Freude über Rücknahme der Kürzung

Der Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger beschäftigte sich auf seiner Sitzung am 19. November im Haus Nordschleswig unter anderem mit den Finanzen der Volksgruppe.
Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen freute sich darüber, dass es Dank großer Unterstützung in Berlin und Kiel gelungen sei, die drohende Kürzung von 50.000 Euro abzuwenden und darüber hinaus eine Anhebung der Bezüge um 50.000 Euro für 2008 zu erreichen.
Er wies darauf hin, dass damit für 2008 eine gute Lösung erreicht worden ist, dass aber für 2009 der anteilige Ausgleich für Lohn- und Preissteigerungen bei den Bundesmitteln in Höhe von 176.000 Euro unbedingt nötig ist. „Ich hoffe und glaube, dass wir nach den Gesprächen in Berlin auf ein grundlegendes Verständnis für unsere schwierige Situation gestoßen sind“, so Jürgensen.
Auch der Haushalt 2007 wurde vom Hauptvorstand erörtert. Trotz höher als veranschlagter Kosten beim Umbau des Jugendhofes auf dem Knivsberg erwartet Hauptgeschäftsführer Rasmus Hansen einen ausgeglichenen Haushalt. Die höheren Kosten seien unter anderem durch Einnahmen beim Verkauf von Gebäuden und durch steigende Schülerzahlen und damit gestiegener Zuschüsse vom dänischen Staat aufzufangen; dies müsste allerdings noch von den zuständigen Stellen in Berlin genehmigt werden, so Hansen.

Folketingswahl 2007 im Rückblick
Der Hauptvorstand des BDN gratulierte auf seiner Sitzung am 19. November den neu- und wiedergewählten Mitgliedern des Folketings.
„Wir sind freudig überrascht, dass es gelungen ist, die Vertretung Nordschleswigs im Folketing trotz neuer Wahlkreiseinteilung zu stärken,“ erklärte Gerhard D. Mammen, Vorsitzender der Schleswigschen Partei. Im neuen Folketing ist Nordschleswig nun von 11 statt 8 Parlamentariern vertreten. Gerhard D. Mammen erwartet nun auch eine entsprechende Berücksichtigung des überfälligen Ausbaus der Infrastruktur in Nordschleswig.


Minderheitenvertreter treffen Staatsminister

Eine BDN Delegation traf sich am Abend des 6. Novembers in Middelfart mit Staatsminister Anders Fogh Rasmussen.
Fogh Rasmussen betonte gegenüber den 16 Vertretern der Volksgruppe, dass ihm die Minderheitenpolitik sehr am Herzen läge und freute sich darüber, dass dies auch das gute Verhältnis zwischen Dänemark und Deutschland unterstützt.
Des Weiteren versprach er, die Bemühungen von Unterrichtsminister Bertel Haarder zur Stärkung der deutschen Sprache im gymnasialen Bereich zu unterstützen.
Zu den weiteren Punkten, die angesprochen wurden, gehörten die grenzüberschreitenden Beziehungen und die Verbesserung der Bedingungen für Grenzpendler.
Vorsitzender der Schleswigschen Partei, Gerhard Mammen, wiederholte die Forderung, dass die grenzüberschreitenden Beziehungen im deutsch-dänischen Grenzland eine staatliche Förderung entsprechend der der Øresund Region erhalten müsste.
„Ich freue mich darüber, dass Staatsminister Anders Fogh Rasmussen mit dem Treffen an die Tradition seiner Vorgänger anknüpft, am Rande des Wahlkampfes ein Gespräch mit Vertretern der deutschen Volksgruppe zu führen“, unterstrich BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen.


Wahlkampf in Nordschleswig

Kandidaten besuchen die deutsche Volksgruppe





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Am 13. November wird in Dänemark ein neues Parlament gewählt. Aus dem Anlass besuchen eine Reihe von Kandidaten die deutsche Volksgruppe (siehe oben).



Kulturnacht im Folketing (12. Oktober 2007)


Insgesamt 1.500 Gäste besuchten die Deutsche Volksgruppe, die auch in diesem Jahr wieder Teil der Kulturnacht im Folketing war. Zu den Besuchern zählten auch Staatsminister Anders Fogh Rasmussen, der Folketings Präsident Christian Mejdahl und Botschafter Nourney.

Auf großes Interesse stieß die Ausstellung von Volkert Truelsen mit Fotos von der Westküste und der Quiz, bei dem ein Wochenendaufenthalt in Nordschleswig gewonnen werden konnte.






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19. September: Staatssekretär Maurus besucht Haus Nordschleswig

Staatssekretär Heinz Maurus besuchte am 19. September 2007 als hochrangiger Vertreter der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung die deutsche Volksgruppe in Nordschleswig. Mit Vertretern der Volksgruppe wurden Gespräche unter anderem über die Finanzen der Volksgruppe und die grenzüberschreitenden Beziehungen geführt.

Foto von links: Mitarbeiter der Staatskanzlei Dr. Friedhelm Boyken und Uwe Pauls, Staatssekretär Heinz Maurus, BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen und SP Vorsitzender Gerhard D. Mammen.

Hauptvorstandssitzung 17. September - Motto: "Minderheit als Mehrwert"

Der BDN Hauptvorstand tagte am Montag, den 17. September, auf dem Knivsberg. Die Sitzung wurde eingeleitet mit einer Führung durch den Jugendhof Knivsberg. Der neue Jugendhofleiter, Heiko Frost, führte unter anderem durch die umgebauten Zimmer, die nun alle über Nasszellen verfügen. Heiko Frost nutzte die Gelegenheit auch sich selbst vorzustellen.

Auf der Tagesordnung der anschließenden Hauptvorstandssitzung stand unter anderem der Deutsche Tag 2007. Der Hauptvorstand beschloss die diesjährigen Veranstaltungen unter das Motto „Minderheit als Mehrwert“ zu stellen. Die Festveranstaltung zum Deutschen Tag findet am 3. November in Tingleff in gewohnter Umgebung in der Sporthalle statt. Hauptredner ist Chefredakteur Siegfried Matlok, der zum Thema „Reichtum durch Vielfalt – Zukunft gewinnen“ sprechen wird. Darüber hinaus findet um die Festveranstaltung das „Festival deutscher Kultur“ statt, mit einem Reichhaltigen Angebot an Veranstaltungen. Ein Höhepunkt sind dabei die Konzerte der Nordschleswigschen Musikvereinigung, die in diesem Jahr Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Paulus“ vortragen wird.

Ein weiteres Thema der Hauptvorstandssitzung waren die Finanzen der deutschen Volksgruppe. „Wir müssen leider feststellen, dass ein ausgeglichener Haushalt 2009 ohne die lange überfällige Angleichung der Bundesmittel an die Preis- und Lohnsteigerungen nicht ohne Kürzungen der Kernaktivitäten der Volksgruppe möglich ist,“ unterstrich der BDN Hauptvorsitzende Hinrich Jürgensen.


Sonntag an der Westküste (16. September 2007)





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20. August 2007: BDN Hauptvorstand entsendet Matlok in den Interreg-Ausschuss

Der BDN Hauptvorstand hat auf seiner Sitzung am 20. August den langjährigen Leiter des Sekretariats der deutschen Volksgruppe und Chefredakteurs der Tageszeitung „Der Nordschleswiger“, Siegfried Matlok, in den Interreg-Ausschuss gewählt. Der Ausschuss ist verantwortlich für die Verteilung der Interreg-Mittel der EU. Für die neue Förderperiode von 2007 bis 2013 stehen dabei für die Region insgesamt eine Fördersumme von 44 Millionen Euro für den Zeitraum zur Verfügung.
Als Vertreter von Siegfried Matlok wurde Susanne Jagusch aus Tingleff gewählt, die als Bezirksvorsitzende viele Jahre auch im Hauptvorstand vertreten gewesen ist.
Finanzlage besorgniserregend
Der Hauptvorstand beschäftigte sich ebenfalls mit der Haushaltslage, die durch eine Weisung des Bundesministeriums des Inneren zusätzlich verschlechtert worden ist, da für die Jahre 2008 und 2009 jeweils weitere 50.000 Euro an Einsparungen gefunden werden müssen. „Die Kürzung hat uns verwundert und enttäuscht. Die Förderung der deutschen Volksgruppe wird von Seiten der Bunderepublik seit Jahren nur überrollt. Dies bedeutet de facto, dass die bundesdeutsche Förderung innerhalb der letzten zehn Jahre fast ein Drittel an Wert verloren hat,“ so Hinrich Jürgensen, BDN Hauptvorsitzender. „Wir können diese zusätzliche Kürzung nicht einfach hinnehmen, und werden uns bemühen, Nachbesserungen zu erreichen,“ unterstrich Hinrich Jürgensen.
Weiteres Thema war der Deutsche Tag 2007, für den noch ein passendes Motto gesucht wird. Im letzten Jahr standen die Veranstaltungen unter der Überschrift „Vielfalt ist Reichtum – Nordschleswig stärken“. Vorschläge für ein Motto 2007 nimmt das Deutsche Generalsekretariat sehr gerne entgegen.


Werbekampagne mit Nordschleswig T-Shirt

Der BDN startet eine Werbekampagne für neue Mitglieder mit einem besonderen Bonus.
Wer ein neues Mitglied wirbt, erhält das neue Nordschleswig T-Shirt. Dies kann nach der Bestätigung des Beitritts des neuen Mitglieds im Generalsekretariat abgeholt werden. Dieses besondere Angebot gilt nur bis zum 1. Oktober 2007.
Das T-Shirt hat die Farbe Königsblau und trägt das gestickte Nordschleswig Wappen mit dem Schriftzug: „Nordschleswig.dk“. Dies ist nicht nur die Adresse der Homepage, sondern gleichzeitig ein Hinweis auf die deutsche Minderheit in Dänemark.

Zur Unterstützung der Mitgliedswerbung ist auch die BDN Werbebroschüre „Minderheit leben“ neu aufgelegt worden. Die achtseitige Bro-schüre enthält eine Reihe von Argumenten für die Mitgliedschaft, das Leitbild und außerdem eine Postkarte, mittels der die Mitgliedschaft beantragt werden kann.
Das T-Shirt kann übrigens auch für 75,- Kr./10 € käuflich erworben werden.


Hauptvorstand über zweisprachige Ortsschilder

Auf der Tagesordnung des Hauptvorstandes des Bundes Deutscher Nordschleswiger am 25. Juni stand unter anderem eine Aussprache über den Vorschlag zweisprachiger Ortsschilder.

BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen betonte in seiner Einleitung zum Thema, dass es darum gehe sichtbar zu machen, dass es in Nordschleswig zwei Kulturen gibt und dass neben der Mehrheitsbevölkerung im Landesteil auch eine deutsche Minderheit zur kulturellen Vielfalt beiträgt. Dieses unter anderem durch zweisprachige Ortsschilder zu verdeutlichen, sei in vielen Teilen Europas – auch in Deutschland – eine Selbstverständlichkeit.

Im Anschluss an die lebhafte Aussprache beschloss der Hauptvorstand weiter mit den Themen Sichtbarmachung der deutschen Volksgruppe und Deutsch im öffentlichen Raum zu arbeiten. Die folgenden Monate sollen genutzt werden, um die Themen und Vorschläge in den Ortsvereinen und Bezirken des BDN zu besprechen. Hinrich Jürgensen bot seine Teilnahme an Gesprächen auf Ortsebene an.

Informationen über den Sozialdienst

Die Hauptvorstandssitzung fand im Haus Quickborn in Kollund an der Flensburger Förde statt. Der Vorsitzende des Sozialdienstes, Dieter Johannsen und Geschäftsführer Hans Grundt erläuterten die gewünschten Baumassnahmen im Haus Quickborn, das für eine Reihe von Aktivitäten des Sozialdienstes – von Familienfreizeiten über Seniorentanzwochenenden zu Kommunikationstraining – genutzt wird. Erfreulich war dabei auch die Feststellung, dass die Anzahl der Übernachtungen im Haus Quickborn von 2002 bis 2006 um 50 Prozent gestiegen sind.

Nachfolger von Jepsen wird 2008 gewählt

Der Hauptvorstand gedachte in einer Schweigeminute dem am 19. Juni verstorbenen stellvertretenden BDN Vorsitzenden Jes Jepsen. Die Wahl eines Nachfolgers wird im Frühjahr 2008 auf der ordentlichen Delegiertenversammlung des BDN stattfinden. Damit haben Bezirke und Ortsvereine genügend Zeit einen geeigneten Nachfolger vorzuschlagen.


Minderheitenkritik an geplanten Kürzungen bei Regionalsender

Die Vorsitzenden der dänischen und deutschen Minderheit, Dieter Paul Küssner (SSF) und Hin-rich Jürgensen (BDN), haben in einem gemeinsamen Schreiben an den Generaldirektor des dänisch öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehens (Danmarks Radio/DR), Kenneth Plummer, kritisiert, dass die Sendezeiten des regionalen Senders (P4) gekürzt werden sollen.

In dem Schreiben vom 19. Juni bedauern die beiden Vorsitzenden, dass wichtige und qualitativ hochwertige Programme wie Grænseland (Grenzland) wegfallen sollen. Das Schreiben schließt mit einer Aufforderung an den Sender seinen Verpflichtungen gegenüber dem Grenzland und den Minderheiten gerecht zu werden, und die Kürzungen noch mal zu überdenken.


Nachruf Jes Jepsen

Die deutsche Volksgruppe in Nordschleswig trauert um den stellv. Hauptvorsitzenden des Bundes Deutscher Nordschleswiger Jes Jepsen, Uk, der nach schwerer Krankheit im Alter von 48 Jahren am 19. Juni verstorben ist.

Tief erschüttert und betroffen müssen wir Abschied nehmen von einem lieben Menschen, der mitten im Leben stand und nun in seiner Familie, auf seinem Hof Ligaard, bei seinen Freunden und in unserer Volksgruppe schmerzlich vermisst werden wird.

Jes Jepsen war fest verwurzelt in seinem Beruf als Bauer, auf dem Familienhof Ligaard, den er zu einem Musterbetrieb entwickelt hat, in seiner Familie und in seiner nordschleswigschen Heimat.
Getragen von seinem gesellschaftspolitischen Interesse, von einem ausgeprägten Verantwortungsgefühl gegenüber der Tradition der deutschen Volksgruppe und ganz besonders von der Zuneigung und der Harmonie in seiner Familie fand er Zeit und Kraft, sich für seine Mitmenschen und für unsere Volksgruppe einzusetzen.
Er tat dies insbesondere auf örtlicher Ebene in Uk und Tingleff, als Politiker der Schleswigschen Partei und in den Gremien des Bundes Deutscher Nordschleswiger, wo er seit 2002 das Amt des stellvertretenden Hauptvorsitzenden bekleidete.
Beim Deutschen Tag im Jahre 1990 hielt Jes Jepsen zusammen mit Harro Marquardsen und Gerhard Schmidt als Vertreter der jungen Generation die Festansprache zum Thema ”Die Zukunft gewinnen”.
Jes Jepsen hat durch sein engagiertes Wirken ein Stück Zukunft für die deutsche Volksgruppe gewonnen – nicht zuletzt durch seinen Verhandlungseinsatz in Verbindung mit der Kommunalreform.
Jes Jepsen war gradlinig, zuverlässig und er strahlte Zuversicht und Fröhlichkeit aus.
Sein Wirken hat ihm Respekt und Anerkennung auf deutscher und dänischer Seite zugleich eingebracht.
Jes hatte viele Freunde und ich bin dankbar dafür, dass ich mich dazurechnen durfte.

Ich verliere nicht nur meinen Stellvertreter im Amt des Hauptvorsitzenden, sondern auch einen Schulkameraden, Jugendfreund, Kollegen, Mitstreiter in vielen Bereichen, Freund und guten Kumpel. Jes und ich haben in unserem Leben viele gemeinsame Stunden verbracht. Das waren unvergessliche Stunden, die ich nicht missen möchte und dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Meine Gedanken gehen in diesen schweren Stunden auch an seine Familie, insbesondere an seine Frau Hannah und die Kinder. Was ihr in den letzten zwei Jahren seiner Krankheit geleistet habt, ist unbeschreiblich. Euer gemeinsamer starker Wille zum Leben und euer Glaube daran waren unerschütterlich.

Jes hat nun den Kampf verloren und hinterlässt menschlich und politisch eine große Lücke. Der Bund Deutscher Nordschleswiger wird das Andenken von Jes in hohen Ehren halten.

Hinrich Jürgensen, BDN-Hauptvorsitzender
Zu den Gästen gehörten auch die nun ausgeschiedenen Mitglieder Hans Heinrich Hansen und Siegfried Matlok.
Mitlglieder und Gäste des Nordschleswig Gremiums

Das Nordschleswig Gremium tagte am 30. Mai unter Vorsitz von Landtagspräsident Martin Kayenburg im Haus Nordschleswig. Dies war für das Gremium nicht das erste Treffen im Gebäude, aber das erste seit dem vor einem Jahr fertig gestellten Umbau.
Auf der Tagesordnung des Nordschleswig Gremium (auch Kieler Kontaktausschuss) standen unter anderem Berichte zur aktuellen Lage der Volksgruppe.
Für den BDN Vorsitzenden Hinrich Jürgensen war es die erste Sitzung des Gremiums an der er teilnahm. Wichtigste Botschaft seines Berichts war die Bitte an die Politiker in Berlin die Bundesmittel für die Volksgruppe den Lohn- und Preissteigerungen anzupassen, denn – so betonte der BDN Vorsitzende – eine weitere Aushöhlung der Mittel würde bedeuten, das schmerzvolle Verschlechterungen bei den Grundleistungen der Volksgruppe nicht zu umgehen wären.

Monika Bucka-Lassen legt ihren Bericht vor
Delegiertenversammlung 2007


Delegiertenversammlung: Identität und zweisprachige Ortsschilder

Die Delegiertenversammlung des BDN fand am Montag, den 30. April in Hansens Gasthof in Tingleff statt.

Für den BDN Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen war es die erste Delegiertenversammlung und er sprach in seinem mündlichen Bericht unter anderem die wichtige Frage der Identität an: „Wir sind deutsche Nordschleswiger – und das Bekenntnis zum Deutschen, zu deutscher Kultur und deutscher Sprache ist entscheiden für unser Selbstverständnis. Für uns als Volksgruppe und für jeden einzelnen ist es weiterhin eine schwierige Gratwanderung zwischen der gewollten Integration und der unerwünschten Assimilation. Assimilation ist dabei auch das Vermengen und Vermischen und das Verwischen von Grenzen.
Wo diese Grenzen liegen, ist sicher sehr schwer, wenn nicht unmöglich objektiv festzulegen, auch weil – und gerade das ist die positive Entwicklung in unserem Grenzland – sich diese Grenzen im Laufe der Zeit verändern. Eine Mitgliedschaft im Grænseforeningen liegt sicher für die meisten von uns außerhalb dieser Grenzen. Entscheidend ist aber, dass wir weiterhin dazu stehen deutsche Nordschleswiger zu sein, mit einer eigenen geschichtlich geformten Identität. Der gute Wille zur Zusammenarbeit sollte dabei nicht dazu führen, das man versucht alle Unterschiede auszugleichen - denn gerade in der Vielfalt liegt der Reichtum!“

Sprache und Ortsschilder
Darüber hinaus sprach Hinrich Jürgensen sich dafür aus, dass in Nordschleswig zweisprachige Ortsschilder eingeführt werden: „Zweisprachige Ortsschilder wären ein Signal dafür, dass es in dieser Region nicht nur die dänische Mehrheit gibt, sondern auch eine deutsche Volksgruppe. Zweisprachige Ortsschilder sind ein Aushängeschild für Toleranz und Offenheit und zeugen von einem Selbstverständnis geprägt von Selbstbewusstsein.“
Weitere Themen in seiner Ansprache und ebenfalls beim Vorsitzenden der Schleswigschen Partei, Gerhard Mammen, waren die Angebote für Kinder und Jugendliche, wobei insbesondere Angebote für die bis dreijährigen und die Jugendlichen ab etwa 12 Jahren vermisst wurden.
Für die Kulturausschussvorsitzende Monika Bucka-Lassen (Foto stehend)war es ebenfalls das erste Mal, dass sie einen Bericht ablegte, und dabei auch zu erkennen gab, dass ihr neuer Posten mehr Herausforderungen gebracht hat, als sie vorher erwartet hatte: „Meine ersten vier Monate als Kulturausschussvorsitzende sind vorüber und ich bin als „Seiteneinsteigerin“ nach wie vor dabei, mir einen Einblick und Überblick in die vielfältigen Aufgaben zu verschaffen und der Umfang dieses „Job’s“ liegt weit über dem, was ich vermutet hatte, als ich mich zur Kandidatur bereit erklärte. Es wird langsam besser, die Arbeit bereitet mir Freude und ich habe überall Wohlwollen und Unterstützung erfahren, nicht zuletzt auch im Deutschen Generalsekretariat und an der Basis.“
Darüber hinaus legte der neue Sekretariatsleiter der Volksgruppe in Kopenhagen, Jan Diedrichsen, einen Bericht über die ersten vier Monate sein Tätigkeit ab. Des Weiteren wurde die Jahresabrechnung für 2007 von Hauptgeschäftsführer Rasmus Hansen vorgelegt.


Dokumentation, die Berichte



Staatsminister würdigt Einsatz von Sekretariatleiter Matlok

Nicht nur Vertreter der deutschen Volksgruppe hatten sich am 27. März 2007 auf Christiansborg versammelt, um Siegfried Matlok nach fast 25-jährigen Einsatz als Sekretariatsleiter in Kopenhagen zu würdigen. Vor Ort waren auch Minister, Staatssekretäre, Diplomaten, Beamte und Politiker um sich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu bedanken.
Staatsminister Anders Fogh Rasmussen betonte nachdrücklich die wichtige Rolle, die Siegfried Matlok bei der Schaffung eines guten Verhältnisses zwischen Deutschland und Dänemark und Minderheit und Mehrheit gespielt habe. An Matloks Nachfolger Jan Diedrichsen gerichtet erklärte er: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“
Siegfried Matlok (Foto, am Rednerpult) betonte in seiner Rede, „es war nie eine Einzelleistung, sondern stets eine Mannschaftsleistung“. Als Höhepunkte seiner Arbeit nannte er den Besuch der Königin 1986 und die Ergebnisse der Kommunalreform, die für die Minderheit erzielt werden konnten. Heute befinden wir uns „auf Augenhöhe“, zitierte er den BDN Hauptvorsitzenden bis 2006 Hans Heinrich Hansen.
Als Chefredakteur werde er zukünftig weiterhin – auch in Kopenhagen - aktiv sein, versprach Siegfried Matlok und sicherte seinem Nachfolger seine Unterstützung zu.
Seine erfolgreiche Arbeit für die deutsche Minderheit und seine grenzüberschreitenden Leistungen hob der Chef der Kieler Staatskanzlei, Staatssekretär Heinz Maurus, in seiner Rede an Siegfried Matlok hervor. "Wohl selten war eine Einrichtung so stark mit einem einzigen Namen verbunden wie beim Sekretariat der deutschen Minderheit in Kopenhagen", sagte Maurus in Vertretung von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen.

NDR Beitrag Studio Flensburg (Werner Junge) zum Wachwechsel in Kopenhagen  WiedergabeStopp


Hauptvorstand nimmt Bauabrechnung zur Kenntnis

Der Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger beschäftigte sich auf seiner Sitzung am 19. März unter anderem mit der Bauabrechnung für das Haus Nordschleswig. Die Kosten für den Anbau - in dem der Jugendverband und der Deutsche Schul- und Sprachverein Platz gefunden haben - war mit 6,79 Mio. Kr. veranschlagt worden. Die Abrechnung zeigte Ausgaben von 6,88 Mio. Kr. Eine Überschreitung mit 89.000 Kr., was angesichts steigender Preise und den immer mit einem Bau verbundenen Unsicherheiten vom Hauptvorstand als „sehr zufriedenstellend“ bezeichnet wurde.
Dahingegen entstanden beim Umbau und der Renovierung des bestehenden Gebäudes von 1967 mehr Kosten als erwartet. Die Kosten stiegen von veranschlagten 3,25 Mio. auf 3,94 Mio. Hinzu kommen Kosten für eine neue Treppe beim Haupteingang, für die der Hauptvorstand 347.000 Kr. bewilligte.
Als Gründe für die Mehrkosten wies Hauptgeschäftsführer Rasmus Hansen unter anderem auf eine Reihe von unvorhergesehenen Ausgaben und zusätzlichen Kosten für die zeitgemäße Einrichtung der Küche.
Die Bauabrechnung wies auch die Kosten für neue Technik aus. Diese Betreffen unter anderem EDV, Telekommunikation und Audiovisuelle Anlagen. Hauptgeschäftsführer Rasmus Hansen wies darauf hin, dass ein großer Teil dieser Ausgaben auch ohne An- und Umbau für die Verbände angefallen wären.
Außerdem entstanden zusätzliche Kosten für neue Verkabelung und die Gestaltung des Empfangbereiches. Insgesamt sind für neue Technik 2,90 Mio. Kr. gezahlt worden, gegenüber veranschlagten 1,89 Mio.
Der Hauptvorstand nahm die Bauabrechnung zur Kenntnis, bemängelte jedoch, dass der Bauausschuss den Hauptvorstand nicht laufend über die Kostensteigerungen informiert habe.

Generalsekretär Peter Iver Johannsen, SP Chef Gerhrad Mammen, Innenminister Lars Løkke Rasmussen und BDN Vorsitzender Hinrich Jürgensen


2. März: Kontaktausschusssitzung im Haus Nordschleswig

Am 2. März trat der Kopenhagener Kontaktausschuss unter Vorsitz von Innen- und Gesundheitsminister Lars Løkke Rasmussen (Foto links mit Hinrich Jürgensen) im Haus Nordschleswig zu seiner ersten Sitzung in diesem Jahr zusammen. Auch für Hinrich Jürgensen war es die erste Sitzung an der er als neuer Hauptvorsitzender teilnahm.
In seinem Bericht an den Kontaktausschuss hob Hinrich Jürgensen hervor, dass auch der BDN seine Struktur an die neuen kommunalen Gegebenheiten angepasst hat und das es nun gilt diese in die Praxis umzusetzen.
Gerhard Mammen betonte in seiner Ansprache, dass es der Schleswigschen Partei gelungen ist das gute Wahlergebnis zu nutzen und in allen vier Kommunen Nordschleswigs Einfluss zu bekommen.
An der Sitzung nahmen auch die Parlamentarier Bente Dahl, Allan Niebuhr, Peter Christensen und Frode Sørensen teil; Von BDN Seite außerdem Claus Diedrichsen, Jan Diedrichsen, Siegfried Matlok und Peter Iver Johannsen.

10. Februar: Abschiedsempfang für Hans Heinrich Hansen

Zum Jahreswechsel ist der bisherige Hauptvorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hans Heinrich Hansen, nach über 13 jährigerer Tätigkeit aus seinem Amt geschieden. Aus diesem Anlass gab der Bund Deutscher Nordschleswiger einen Abschiedsempfang am Sonnabend, den 10. Februar.
Abschiedsempfang für Hans Heinrich Hansen





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Schmidt-Gorsblock Porträt für Haus Nordschleswig

In Kürze wird im Schmidt-Gorsblock Zimmer im Haus Nordschleswig in der Westerstrasse in Apenrade auch ein Porträt des großen deutschen Nordschleswigers hängen.
Dieses wurde am 3. Januar von der Tochter Schmidt-Gorsblocks, Margot Johannsen (Sommerstedt) und dem Enkel, Direktor Dr. Hans-Ulrich Johannsen, an Generalsekretär Peter Iver Johannsen überreicht.
Das Porträt wurde von A. Paul Weber gemalt, der mit Schmidt-Gorsblock befreundet war und von 1932 bis 1945 auch den von Schmidt-Gorsblock herausgegebenen Volkskalender für Nordschleswig gestaltete.
„Es freut mich sehr, dass wir mit diesem Porträt einen wichtigen Teil der Geschichte der deutschen Volksgruppe hier im Haus anschaulich darstellen können“, so Generalsekretär Peter Iver Johannsen.


Verantwortlich für diese Seite: Harro Hallmann