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| Nachrichtenarchiv 2008Hauptvorstand 15. Dezember 2008: Haushalt und Investitionen | | Der BDN Hauptvorstand beschäftigte sich auf seiner letzten Sitzung (Foto: Sitzung im Kaminzimmer der Nachschule Tingleff) in diesem Jahr insbesondere mit den Finanzen. Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen freute sich über die Zusage aus Berlin, für die Jahre 2009 und 2010 jeweils 800.000 Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen, um die Lohnkostensteigerungen von etwa 15 Prozent über drei Jahre zu überbrücken. „Damit sieht die Situation für 2009 vernünftig aus, und wenn es keine unerwarteten Ausgaben gibt, so werden wir mit einigen kleineren Abstrichen wohl über die Runden kommen,“ so Hinrich Jürgensen, der auch darauf hinwies, dass es 2010 sehr eng werden wird. „Wir sind darauf angewiesen, dass sich auch die Bundesrepublik Deutschland in Zukunft anteilig an den Lohn- und Preissteigerungen beteiligt,“ betonte der Hauptvorsitzende. Die Investitionsmittel für 2009 und 2010 wer-den nach Vorgabe des Hauptvorstandes vorrangig für den Bau und die Einrichtung eines neuen Mädchenflügels am Internat der Nachschule Tingleff fließen. Darüber hinaus sind Mittel für folgende Projekte vorgesehen: 2009: Erneuerung der Toiletten an der Ludwig-Andresen-Schule in Tondern 2010: Dacherneuerung an den Deutschen Schulen in Lunden und Osterhoist. Im Anschluss an die Hauptvorstandssitzung gab es zum Jahresabschluss ein Grünkohlessen in der Aula der Deutschen Nachschule Tingleff. Der scheidende Generalsekretär Peter Iver Johannsen bedankte sich in einer kleinen Ansprache für die 35-jährige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Hauptvorstand.
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Dienstjubiläum und DienstantrittAm 1. Dezember 2008 konnte Peter Iver Johannsen auf 35 Jahre als Generalsekretär des BDN zurückblicken. Das Datum war gleichzeitig erster Arbeitstag für den neuen Generalsekretär Uwe Jessen. Bei einer kleinen Feier im Haus gab es Geschenke für die beiden.
Ernennung zum KommunikationschefHarro Hallmann (45) ist ab dem 1. Dezember zum Kommunikationschef des Bundes Deutscher Nordschleswiger ernannt worden. Die Ernennung geschieht in Folge des Wechsels auf dem Posten des Generalsekretärs, der am 1. Dezember von Uwe Jessen übernommen wird. Uwe Jessen löst Peter Iver Johannsen ab, der den Posten 35 Jahre lang innegehabt hat und zum Jahreswechsel in den Ruhestand tritt. Harro Hallmann ist in Hadersleben geboren, hat Politologie in Aarhus (DK) und Berlin studiert und hat unter anderem an der Deutsch-Dänischen Handelskammer in Kopenhagen, der Organisation der beratenden Ingenieure (F.R.I) und als Kontorchef für die Gewerkschaft HK in Holstebro gearbeitet. Harro Hallmann lebt in Hadersleben mit seiner Frau und vier Kindern im Alter von 5 bis 13 Jahren.
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Grenzland 2008Die Jahresschrift des BDN, Grenzland 2008, ist zum Deutschen Tag erschienen.
In dem 144 Seiten starken Heft gibt es wie immer einen Rückblick auf Höhepunkte des vergangen Jahres. So enthält die diesjährige Ausgabe Informationen unter anderem zum Besuch des Kronprinzenpaares, zur Politik und zur kulturellen Arbeit. Hinzu kommen Kapitel zu wichtigen Begegnungen, dem 60-jährigen Jubiläum des Sozialdiensts und natürlich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Abschließend werden in einer Dokumentation wichtige Reden im vollen Wortlaut wiedergegeben, und ein statistischer Teil vergleicht die vier neuen Kommunen Nordschleswigs. Grenzland 2008 kann im Generalsekretariat abgeholt oder über generalsekretariat@bdn.dk angefordert werden.
Grenzland zum Downloaden.
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BDN Hauptvorstand, 10. November: HaushaltsberatungenDer BDN Hauptvorstand beschäftigte sich auf seiner Sitzung am 10. November unter anderem mit den Haushalten für 2008, 2009 und 2010. Hauptgeschäftsführer Rasmus Hansen: „Wir erwarten auf Grundlage der aktuellen Zahlen für 2008 einen ausgeglichenen Haushalt. Deshalb schlagen wir vor, die verhängte Sperre bei den Sachmitteln von 1,3 Prozent aufzuheben.“ Der Hauptvorstand stimmte dem Vorschlag einstimmig zu. Auf der Tagesordnung standen auch der die Haushaltsentwürfe für 2009 und 2010. Bei der Planung wird weiterhin davon ausgegangen, dass die Bundesmittel 2009 um 1,18 Mio. € und 2010 um 1,35 Mio. € erhöht werden, um die in Dänemark vereinbarten Lohnsteigerungen von ca. 15 Prozent über drei Jahre aufzufangen. Die Haushaltsentwürfe wurden wie vorgelegt angenommen.
Deutscher Tag und Nachschule Am Anfang der Sitzung dankte Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen allen Beteiligten für einen erfolgreichen Deutschen Tag, bei dem nicht nur Informationsgespräch und Festveranstaltung am 1. November, sondern auch die vielen örtlichen Veranstaltungen sehr gut besucht und durchgeführt wurden. Der Hauptvorstand wählte den stellvertretenden Hauptvorsitzenden Kurt Seifert zum Vertreter des BDN im Vorstand der Nachschule.
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BDN Delegation in Kopenhagen Eine BDN Delegation unter Leitung des Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen war am 6. November auf Einladung des Präsidiums des Folketing zu Gast in Kopenhagen.
Auf dem Programm stand unter anderem ein Gespräch mit Kulturministerin Carina Christensen, ein Besuch bei DR und Treffen mit Programmdirektor Mette Bock und Generaldirektor Kenneth Plummer und ein Essen im Folketing, Gespräche mit Parlamentsmitgliedern, ein Besuch im Sekretariat der Volksgruppe und ein abschließender Empfang beim Gesandten Schönberg.
Deutscher Tag 2008Festredner Hans Michael Jebsen |
Sportliche Mitarbeiter im Haus NordschleswigVom 15. September bis zum 5. Oktober nahmen 19 Mitarbeiter aus dem Haus Nordschleswig an der Aktion „Arbejdspladsen motionerer” teil. Die Mannschaft ”Voll Fertig” mit Einpeitscherin Helga Jørgensen an der Spitze, schaffte es insgesamt auf 28.983 sportliche Minuten. Dies entsprich im Schnitt stolze 70 Minuten pro Tag und Teilnehmer, und ist damit noch eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktivitäten umfassten unter anderem Radeln, Laufen, Holzhacken, Reiten, Schwimmen oder Gartenarbeit und auch die hautinterne Gymnastik, die zweimal wöchentlich stattfindet, war Teil des sportlichen Einsatzes. „Wir wurden von 10 Teilnehmenden Firmen in der Kommune Apenrade die Nr. 1,“ freute sich eine stolze Helga Jørgensen, die zudem als Anerkennung einige Preise verleihen konnte: Den 3. Preis erhielt Ingela Wieking, Büchereizentrale, den 2. Preis Maren Ihnen vom Schulpsychologischen Dienst des DSSV und der 1. Preis ging an Heidi Brüning von der Büchereizentrale.
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Staatssekretär Maurus in ApenradeDer Chef der Kieler Staatskanzlei Heinz Maurus führte am 17. September Gespräche in Apenrade mit Vertretern der deutschen Volksgruppe (Foto: Abteilungsleiterin Susanne Bieler-Seelhoff, Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen, Staatssekretär Heinz Maurus und stellv. Hauptvorsitzender Kurt Seiffert). Im Mittelpunkt standen die Grenzüberschreitenden Beziehungen, unter anderem die Zusammenarbeit mit der Region Süddänemark und der Region Sønderjylland-Schleswig. Weitere Punkte des Dialoges waren die Fehmarnbelt-Querung, die Mediensituation und die Kompetenzanalyse.
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Finanzielle Situation beschäftigte HauptvorstandDer Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger beschäftigte sich auf sei-ner Sitzung am 15. September unter anderem mit der finanziellen Lage.
Auf Grund der hohen, dänischen Tarifabschlüsse fehlen im Haushaltsjahr 2009 und 2010 rund 1,2 Mio. Euro. Um eine Finanzierung dieses Betrages zu erreichen, waren Vertreter des BDN mit Hauptvorsitzendem Hinrich Jürgensen an der Spitze Mitte September in Berlin. Gegenüber Mitgliedern des Haushaltsausschusses des Bun-destages wurde dabei auf die schwierige Situation hingewiesen, die durch die jahrelange Überrollung der Bundesmittel noch verschärft worden ist.
Des Weiteren stand die Umsetzung der Kompetenzanalyse auf der Tagesordnung. Um die Ergebnisse der Studie auch in Dänemark einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen findet am 17. November eine Konferenz auf Schloss Christiansborg im Folketing statt. Für die Organisation ist das Kopenhagener Sekretariat mit Jan Diedrichsen an der Spitze verantwortlich. Besprochen wurde auch das Programm für den Deutschen Tag. Der Hauptvorstand beschloss die diesjährige Veranstaltungsreiche unter das Motto „Heimatverbunden und weltoffen“ zu stellen. Dies ist ebenfalls der Titel der Ansprache vom Hauptredner, Hans Michael Jebsen (Hong Kong/Apenrade). Für die musikalische Umrahmung der Festveranstaltung am 1. November sorgen das Blasorchester und die Nordschleswigsche Musikvereinigung.
Uwe Jessen neuer GeneralsekretärDer Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger hat auf seiner Sitzung am 18. August unter drei Kandidaten den 36-jährigen Uwe Jessen als neuen Generalsekretär gewählt. Uwe Jessen wird seine Stellung am 1. Dezember antreten. Er ist Nachfolger von Peter Iver Johannsen, der Ende des Jahres nach 35 Jahren aus dem Amt scheidet.
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Besuch des Kronprinzenpaares/Kronprinsparrets besøg31. Juli 2008, Apenrade & Tingleff
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Knivsbergrede vom „General“: „Deutsch vor sønderjysk“www.JPG) |  | Vom 13. bis 15. Juni fand das traditionelle Knivsbergfest statt. Höhepunkt war das bunte Muldenprogramm am Sonntag. Diesjähriger Festredner war BDN Generalssekretär Peter Iver Johannsen (Foto), der sich in seiner Standortbestimmung auch den Themen Identität und Sprache angenommen hat: "In der geschichtlichen Entwicklung unserer Heimat haben sich die deutsche Identität und die besondere deutsch-nordschleswigsche Identität entwickelt und feste Wurzeln in unserer Heimat geschlagen. Die deutsch-nordschleswigsche Identität hat 1920 und 1945 überlebt, und ich bin davon überzeugt, dass sie trotz zunehmender Globalisierung und Internationalisierung auch in Zukunft existieren wird. Das setzt aber voraus, dass wir uns als Angehörige der deutschen Volksgruppe unserer Identität bewusst sind und uns aktiv für sie einsetzen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Identität kein statischer, sondern ein dynamischer Begriff ist, der im Zuge der Zeitentwicklung Änderungen unterworfen ist. […] Es ist und bleibt unser aller Auftrag und unsere gemeinsame Verpflichtung, in unserer Volksgruppe zusammenzuhalten und uns für sie zu engagieren. Das gilt für jung und alt gemeinsam. Wir müssen unsere deutsch-nordschleswigsche Identität – was immer wir für uns selbst darunter verstehen – mit natürlicher Selbstverständlichkeit nach innen und nach außen vertreten – so wie es uns die jungen SPitzen mit ihrem Motto: „Steh dazu“ vormachen, und hüten wir uns vor allem vor Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit und vor zu starkem Individualismus. Nur wenn wir weiter auf Gemeinsamkeit fußen und zusammenhalten, wird unsere Volksgruppe auch in Zukunft ein kultureller und politischer Faktor in unserer nordschleswigschen Heimat bleiben, und das sollte uns allen am Herzen liegen."
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9. Juni 2008: BDN Hauptvorstand informiert sich über internationale ArbeitDer BDN Hauptvorstand nutzte seine letzte Sitzung vor der Sommerpause am 9. Juni um einen Überblick über die internationale Arbeit zu bekommen. Dazu waren FUEV Präsident Hans Heinrich Hansen und der Vorsitzender des dänischen EBLUL Komitees, Gösta Toft, eingeladen. Hans Heinrich Hansen berichtete unter anderem von der Arbeit der FUEV gegenüber dem Europarat und dem Europaparlament. Während sich der Europarat schwer tut, vor allem auf Grund des Widerstandes von Frankreich, Griechenland und Rumänien, ist das Europaparlament sehr positiv; dies zeigt vor allem auch die Einrichtung eines Dialogforums. Gösta Toft nahm Ausgangspunkt in der Sprachencharta und wies auf Mängel bei der Umsetzung insbesondere im Bereich der öffentlichen Verwaltung.
Umsetzung der Kompetenzanalyse Auf der Tagesordnung stand auch die Umsetzung der vom Schleswig-Holsteinischen Landtag in Auftrag gegebenen Studie Minderheiten als Standortfaktor in der deutsch-dänischen Grenzregion (kurz Kompetenzanalyse). Die Studie wurde von den Verfassern der Europäischen Akademie in Bozen (EURAC) am 5. März 2008 anlässlich einer gemeinsamen Sitzung der Europa-, Bildungs- und Wirtschaftsausschüsse des Landtags in Kiel vorgestellt. Die Analyse enthält unter anderem 40 konkrete Vorschläge wie „die Teilnahme der Minderheiten und das Wissen rund um die Minderheiten in Zukunft in die regionale Entwicklung miteinbezogen und gleichzeitig dazu beitragen können.“ Mit der Umsetzung dieser Vorschläge ist das Dialogforum Norden beauftragt worden, dort sind nicht nur die Minderheiten, sondern eine Reihe weiterer Institutionen vertreten. Vom Dialogforum angedacht ist die Förderung eines Minderheitencluster als Netzwerk von Institutionen. Aus diesem Cluster soll eine Reihe von Projekten entstehen. Konkrete Ideen betreffen eine „grenzüberschreitende Wissensregion durch verstärkte universitäre Zusammenarbeit“ und ein Projekt bei dem die Erfahrungen der deutsch-dänischen Grenzregion auf den Gebieten Konfliktmanagement und Friedensschaffung genutzt werden können. Mit Hilfe der Analyse soll auch gezielt auf die Kompetenzen der Minderheiten aufmerksam gemacht werden. Am 16. Juni 2008 findet deshalb im Deutschen Bundestag eine Präsentation der Analyse statt. Redner sind neben Vertreter der Minderheiten unter anderem Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, sein Folketingskollege Thor Pedersen und Landtagspräsident Martin Kayenburg.
Stichwort FUEV steht für Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen und ist ein unabhängiger Dachverband von Organisationen nationaler Minderheiten in Europa, der 1949 gegründet worden ist. Heute sind in der FUEV 84 Mitgliedsorganisationen aus 32 Staaten zusammengeschlossen. Ihr Generalsekretariat hat seinen Sitz in Flensburg. Das Europäische Büro für weniger benutzte Sprachen (EBLUL) ist eine europäische Organisation, die sich für sprachliche Vielfalt einsetzt und in einer Reihe von nationalen Komitees organisiert ist. Mehr: www.fuev.org & www.eblul.org.
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Der stellvertretende Hauptvorsitzende Kurt Seifert stellt sich vor.jpg) |  | Welche Herausforderung ist die größte für die Volksgruppe? Die Sicherung der Finanzierung unserer Verbände, Vereine und Institutionen.
Wo siehst du deine Stärken? In der Politik der vertrauensvollen Zusammenarbeit nach innen und außen. Das habe ich in der Kommunalpolitik gelernt und praktiziert.
Was ist deine Lieblingsspeise? Hmm .... vielleicht Buchweizengrütze (obwohl wir die als Kind fast jeden Sonnabend bekommen haben). Leider, leider liebe ich bei vielen anderen Speisen besonders die dazugehörige leckere (braune) Soße....
Welches ist dein Lieblingsfilm? Filme (besonders die laaangen) sind nicht mein Ding. Gut gemachte Filmkomödien können mich allerdings schon wach halten.
Wer sind deine wahren Helden im wirklichen Leben? Da auch die Politik zum "wirklichen Leben" gehört, möchte ich zwei (ehemalige, aber noch lebende) deutsche Außenminister nennen: Hans-Dietrich Genscher und Joschka Fischer. Ich bewundere Genscher für die Politik, die zur deutschen Einheit geführt hat, Fischer für den Weg (mit vielen "Brüchen"), den er gegangen ist und seine klaren Haltungen.
Welche historische Person bewunderst du am meisten? Bismarck sollte ich wegen der Dänen nicht nennen. Kurt Tucholsky kennt kaum jemand. Brandt war Partisan. Uwe Seeler lebt noch. Ich geb's auf.
Was hältst du für die sinnloseste Erfindung? Die Erfindung von Fragebögen, in denen nach Lieblingsspeisen und -filmen etc. gefragt wird. Die Befragten versuchen oft als besonders klug, witzig und originell zu erscheinen, obwohl sie es in Wirklichkeit gar nicht sind. Von Ausnahmen abgesehen.
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Hauptvorstand: Verabschiedung von Leif NielsenDer Hauptvorstand des BDN verabschiedete sich auf seiner Sitzung am 19. Mai 2008 von seinem dienstältesten Mitglied: Leif Nielsen gehörte 37 Jahre dem Hauptvorstand an und wurde gestern von Claus Erichsen, dem neuen Vorsitzenden des Volkshochschul-vereins Nordschleswig abgelöst. BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen würdigte den Einsatz von Leif Nielsen, der von 1970 bis Anfang der 90iger Jahre Bezirksvorsitzender in Tingleff war und einen großen Beitrag zum Zusammenwachsen der Kommune geleistet hat. Er war seit 1970 – mit einer kurzen Unterbrechung – Mitglied des Hauptvorstandes und von 1978 bis 1984 bei Gerhard Schmidt und von 1993 bis 1996 bei Hans Heinrich Hansen stellvertretender Hauptvorsitzender und somit auch Mitglied des BDN Geschäftsausschusses und des Verbandsausschusses. Hinrich Jürgensen betonte, dass Leif Nielsen immer die Debatten im Hauptvorstand mitge-prägt und immer die Basis vertreten habe. Leif Nielsen ist bekannt für seine klare, deut-sche Haltung und sein Vorschlag für ein Motto zum Deutschen Tag Anfang der 80iger Jahre „Mut zur Bekenntnis“ ist gleichzeitig Ausdruck für sein Engagement für die deutsche Volksgruppe. Für den neugewählten stellvertretenden Vorsit-zenden Kurt Seiffert war es - genau wie für Claus Erichsen - die erste Hauptvorstandssitzung in seiner neuen Funktion.
Schleswig-Holstein Tag Des Weiteren stand auf der Tagesordnung die Beteiligung der Volksgruppe am Schleswig-Holstein Tag in Neumünster vom 11.-13. Juli 2008, wo sowohl mit einem Quiz, Ausstellungen und Aktivitäten auf die deutschen Nordschleswiger aufmerksam gemacht wird. Darüber hinaus steht Nordschleswig mit vielfäl-tigen Aktivitäten Ende August bei den alle vier Jahre stattfindenden Nordschleswig-Tagen in und um Rendsburg im Zentrum. Zu den geplanten Veranstaltungen gehören Ausstellungen, Schülerbegegnungen, ein Festabend und Vorträge.
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Nachruf Gerhard Schmidt | | Die deutsche Volksgruppe in Nordschleswig trauert um den ehemaligen Hauptvorsitzenden des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Gerhard Schmidt, Gravenstein, der am 4. Mai nach schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren verstorben ist.
Gerhard Schmidt wurde am 12. Juli 1932 auf dem Hof Petersholm geboren und wuchs in einer traditionsreichen Familie auf – stark geprägt nicht zuletzt durch seinen Großvater Pastor Johannes Schmidt-Wodder, der nach 1920 die führende Persönlichkeit der deutschen Volksgruppe war. Vor diesem Hintergrund war es für Gerhard Schmidt eine Selbstverständlichkeit sich sein Leben lang für die deutsche Volksgruppe und für seine nordschleswigsche Heimat einzusetzen. Neben seinem Beruf als Bauer nutzte er seine Zeit voll und ganz für sein starkes ehrenamtliches Engagement. So war er langjähriges Mitglied im Vorstand des BDN Ortsvereins Gravenstein und des örtlichen Schulvereins. In der deutschen Kirchengemeinde war er über viele Jahre Kirchenältester. Sein besonderes Interesse galt der Kommunalpolitik. Über 30 Jahre lang war er Vertreter der Schleswigschen Partei im Gemeinderat von Adsbüll und im Stadtrat von Gravenstein, wo er zeitweise Vorsitzender der Steuerkommission und Vorsitzender des Technischen Ausschusses war. Von 1975 bis 1993 war Gerhard Schmidt Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger und in dieser Eigenschaft auch Mitglied im Kopenhagener Kontaktausschuss bei Regierung und Folketing und im Gremium des Schleswig-Holsteinischen Landtages für Fragen der deutschen Minderheit in Nordschleswig. Überall ist er gradlinig, überzeugend und hilfsbereit aufgetreten, was ihm Respekt und Anerkennung von deutscher und dänischer Seite zugleich eingebracht hat. Gerhard Schmidt hat viel Basisarbeit geleistet und dadurch maßgeblich zum inneren Zusammenhalt der deutschen Volksgruppe beigetragen. Auf übergeordneter Ebene engagierte er sich stark für die Umstellung der sozialen Arbeit der Volksgruppe nach der Sozialreform in Dänemark 1976 und für die Einrichtung des Sekretariats der deutschen Volksgruppe in Kopenhagen im Jahre 1983. Höhepunkte seiner Amtszeit waren die Besuche von Königin Margrethe II 1986 und der Bundespräsidenten Scheel 1979 und von Weizsäcker 1989. Nach seinem Ausscheiden als Hauptvorsitzender blieb Gerhard Schmidt weiter aktiv und engagierte sich insbesondere für die Deutsche Nachschule Tingleff und die deutschen Museen in Sonderburg und Apenrade. Das Wirken von Gerhard Schmidt fand durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, der Schleswig-Holstein Medaille des Landes Schleswig-Holstein und durch die Ernennung zum Ritter des Dannebrogordens hochverdiente Anerkennung von deutscher und dänischer Seite zu gleich.
Wir nehmen Abschied von einem aufrechten Menschen und werden sein Wirken in dankbarer Erinnerung behalten.
Ehre seinem Andenken.
Hinrich Jürgensen
Hauptvorsitzender des Bund Deutscher Nordschleswiger
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Delegiertenversammlung, 22. April 2008
Kurt Seifert gewählt & Medienpolitik verabschiedetDie Delegiertenversammlung des BDN wählte am 22. April Kurt Seifert (Foto) zum neuen stellvertretenden Hauptvorsitzenden. Der 57-jährige Apenrader ist ausgebildeter Lehrer und arbeitet heute als Ausbildungsberater für die deutschen Schulen. Er war von 1997 bis 2006 Stadtratsmitglied für die Schleswigsche Partei und ist seit 2006 stellvertretender SP Vorsitzender in der Kommune Apenrade. Die Delegiertenversammlung wählte darüber hinaus Vertreter für den Kopenhagener Kontaktausschuss. Gewählt wurden (in Klammern die Vertreter) BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen (Kurt Seifert), SP Vorsitzender Gerhard Mammen (Marit Jessen) und Schulrat Claus Diedrichsen (Jesper Meyer). Des Weiteren verabschiedete die Delegiertenversammlung die „Medienpolitischen Zielsetzungen der deutschen Volksgruppe“, in denen unter anderem gefordert wird, dass Rahmenverträge zwischen dem dänischen Kulturministerium und den öffentlich-rechtlichen Sendern auch eine Verpflichtung gegenüber der deutschen Volksgruppe enthalten. Außerdem wird gefordert, dass der Empfang öffentlich-rechtlicher Sender aus Deutschland mit Standardempfangsgeräten in ganz Nordschleswig möglich sein muss und das in den Medien verstärkt über das Grenzland und die Minderheiten berichtet wird. Auch die Forderung nach deutschsprachigen Sendungen in Radio und Fernsehen wird mit Hinweis auf die von Dänemark unterzeichnete Sprachencharta erhoben.
Dokumentation
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Besorgnis um finanzielle Situation nach dänischen Tarifabschlüssen - BDN Hauptvorstand spricht Sperre bei Sachausgaben ausDer Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger musste sich auf seiner Sitzung am 17. März im Haus Nordschleswig in Apenrade erneut mit der finanziellen Situation der Volksgruppe auseinandersetzen. BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen: „Die aktuellen Tarifabschlüsse bedeuten für uns im Jahr 2009 Mehrausgaben in Höhe von 1 Million Euro.“ Auf Grund der kritischen Finanzlage sprach der Hauptvorstand für 2008 eine Sperre bei den Sachausgaben von 1,3 Prozent aus. „Natürlich muss die deutsche Minderheit sich an der Finanzierung der Mehrkosten beteiligen, ebenso wie die dänische Seite gefordert ist. Allerdings brauchen wir auch eine solidarische Beteiligung seitens der Bundesrepublik und des Landes Schleswig-Holstein,“ unterstrich Hinrich Jürgensen. Der Hauptvorsitzende wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass der Wert der Bundesmittel innerhalb der letzen zehn Jahre um ein Drittel gefallen ist, da diese nicht den Lohnkostensteigerungen in Dänemark angepasst worden sind.
Medienpolitischer Forderungskatalog Auf der Tagesordnung der Hauptvorstandssitzung stand auch ein medienpolitischer Forderungskatalog, der am 22. April ebenfalls von der Delegiertenversammlung beraten wird. Das Papier beschäftigt sich sowohl mit dem Empfang von deutschem Radio und Fernsehen als auch mit der Präsenz der deutschen Minderheit in den Medien in Dänemark und Deutschland. Konkret werden eine Reihe von Forderungen erhoben, darunter: - Der Empfang öffentlich-rechtlicher Sender aus Deutschland muss mit Standardempfangsgeräten möglich sein. - Die Berücksichtigung der deutschen Volksgruppe muss in die Rahmenverträge des Kulturministeriums mit DR und TV Syd aufgenommen werden. - Berichte über das Grenzland und die Minderheiten müssen regelmäßig in deutschen und dänischen Medien erfolgen. - Radio Syd muss auch Sendungen in deutscher Sprache im Programm haben.
Kompetenzanalyse Des Weiteren wurde über die Anfang März vorgestellte Kompetenzanalyse - Minderheiten als Standortfaktor in der deutsch-dänischen Grenzregion – beraten. Hinrich Jürgensen dankte dem Schleswig-Holsteinischen Landtag für die Initiative: „Mit der Studie in der Hand können wir nun gezielt auf unsere Bedeutung für die Region hinweisen. Nun gilt es, die vielen guten Vorschläge umzusetzen und vor allem auch die dänische Seite, hierunter die Kommunen, einzubinden.“
Junge SPitzen im Hauptvorstand Darüber hinaus stimmte der Hauptvorstand einem Antrag der jungen SPitzen zu, in den Hauptvorstand aufgenommen zu werden. Damit ist die politische Jugendorganisation vorläufig für den Rest der Wahlperiode (bis Ende 2009) stimmberechtigtes Mitglied des Hauptvorstandes. (18. März 2008)
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SPD Fraktionsvorsitzender Ralf Stegner im Haus Nordschleswig | | Der Vorsitzende der SPD Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Ralf Stegner (Foto mit Hinrich Jürgensen), traf heute (14. März) mit Vertretern der deutschen Volksgruppe im Haus Nordschleswig in Apenrade zusammen. Bei den Gesprächen ging es um aktuelle minderheitenpolitische Fragen, unter anderem aus dem Schul- und Medienbereich. Darüber hinaus wurde auch die finanzielle Situation der deutschen Volksgruppe besprochen. Der Hauptvorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, wies darauf hin, dass die aktuellen, dänischen Tarifabschlüsse die Situation erschwert hätten: „Die Tarifabschlüsse bedeuten für 2008 und 2009 Mehrkosten in Höhe von knapp 1 Million Euro. Ohne eine anteilige Beteiligung der Bundesrepublik und des Landes Schleswig-Holstein kommen wir nicht über die Runden,“ so Hinrich Jürgensen. Ralf Stegner hob die traditionell guten und engen Beziehungen zur deutschen Volksgruppe hervor und versprach, dass man den finanziellen Problemen besondere Aufmerksamkeit widmen werde. An dem Gespräch nahmen unter anderem auch die Landtagsabgeordneten Anna Schlosser-Keichel und Rolf Fischer teil. (14. März 2008)
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Dänisches Kronprinzenpaar besucht die deutsche Volksgruppe in Nordschleswig am 31. Juli 2008Das dänische Kronprinzenpaar – Kronprinz Frederik und Kronprinzessin Mary - hat eine Einladung zu einem Besuch bei der deutschen Volksgruppe in Nordschleswig angenommen. Der offizielle Besuch wird am 31. Juli 2008 stattfinden. „Es freut uns sehr, dass das dänische Königshaus uns wieder mit einem Besuch beehrt,“ betont BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen. Er verweist in dem Zusammenhang auch auf den historischen Besuch Ihrer Majestät Königin Margrethe II. am 24. Juli 1986. Das Programm für den Besuch steht noch nicht fest. (10. März 2008)
BDN Hauptvorstand beschließt Investitionsvorhaben 2009Der Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger beschäftigte sich auf seiner Sitzung am Montag, dem 18. Februar, unter anderem mit der Investitionsplanung für 2009. Einstimmig wurde der ersten Etappe des Neubaus (Mädchenflügel) an der Deutschen Nachschule Tingleff und dem Bau eines Mehrzweckraums (mit Schulküche) an der Deutschen Schule Rothenkrug zugestimmt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Planung der Delegiertenversammlung, die am 22. April in Tingleff stattfindet. Auf der Tagesordnung stehen außer den Berichten auch die Wahlen einen stellvertretenden BDN Hauptvorsitzenden und die Wahl eines 2. Vorsitzenden der Schleswigschen Partei. Vorschläge können von den BDN/SP Gremien noch bis zum 26. März eingereicht werden. Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen berichtete auf der Sitzung auch über das Gespräch mit DR (www.dr.dk) über Art und Weise der Berichterstattung über Grenzlandthemen. Das Gespräch hatte am Nachmittag des 18. Februar stattgefunden. Vereinbart wurden unter anderem ein regelmäßiger Gedankenaustausch und ein Dialog über Möglichkeiten einer modernen Grenzlandberichterstattung.
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Kürzungen bei Radio Syd nicht akzeptabelDer Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger beschäftigte sich auf seiner Sitzung am Montag, dem 21. Januar 2008 unter anderem mit den jüngsten Kürzungen bei DR Syd. Gerhard Mammen, Vorsitzender der Schleswigschen Partei, bedauerte, dass mit den jüngsten Kürzungen im journalistischen Bereich bei Radio Syd das Aushängeschild des Senders, die Berichterstattung über das Grenzland, empfindlich reduziert wird. Er schlug vor, das Gespräch mit der Leitung des Senders aber auch Vertretern der Politik zu suchen. Harro Hallmann, Vertreter des BDN im Dialogforum bei Radio Syd, unterstrich, dass das Hauptproblem die Streichungen der Sendezeiten für längere Programme, wie z.B. „Grænseland“ sind. Diese Streichungen sind von zentraler Stelle bei DR vorgenommen worden, angeblich, weil die Hörer kein Interesse an längeren Sendungen, in denen viel geredet wird, haben. „Aber gerade in Nord- und Südschleswig gibt es viele Hörer für Programme, die sich mit Grenzlandthemen auseinandersetzen,“ so Harro Hallmann. Der Hauptvorstand bedauerte, dass DR bisher nicht auf das gemeinsame Schreiben vom Juni 2007 von Sydslesvigsk Forening und BDN geantwortet hat, und beschloss, die Kürzungen mit Vertretern der dänischen Regierung zu erörtern.
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