Der BDN - die Dachorganisations der deutschen Volksgruppe in Dänemark







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Gäste von Fünen begeistert

BDN-Weihnachtsmarkt lockte viele Schaulustige und Käufer von nah und fern an
Sonderburg/Sønderborg

Ein Duft von frisch gebrannten Mandeln undWaffeln wehte dem Gast entgegen, als er am Wochenende die Deutsche Privatschule Sonderburg aufsuchte – ein Anzeichen dafür, das Weihnachten nicht mehr fern ist. Was der BDN-Ortsverein wieder an Hobbykünstlern für den vierten Weihnachtsmarkt verpflichten konnte, ließ das Herz der kleinen und großen Kunden höher schlagen.

Es gab viel zu bestaunen wie eine Zauberdecke, angefertigt von Wiebke Skov, Sterling-Silberschmuck von Knud Brøndum, Foto-Postkarten von Erich Chr. Bargum, Fensterbilder von Helmuth Petersen, gestrickte Strümpfe von Gisela Rode oder herrliche Spielsachen aus Holz von Rita Kremsler.

Vom weiten Fünen waren 14 Frauen angereist, alle an einer Straße wohnend, die jedes Jahr einen Wochenendausflug machen. Sie halten dabei nur Ausschau nach Wichteln. Rikke gefällt es ausgesprochen gut: »Es ist sehr gemütlich hier.« Auf den BDN-Weihnachtsmarkt wären sie über eine in Sonderburg wohnende Bekannte aufmerksamgeworden.

Der stete Zustrom von teils sehr kauflustigen Gästen hatte bei Ausstellerin Anna Petersen aus Norburg am ersten Tag schon zu Engpässen geführt. »Ich denke, ich werde wohl die ganze Nacht arbeiten«, freute es sie dennoch, dass ihre gestrickten Wichtel und Engel reißenden Absatz fanden.

Anna Petersen hat sich angeregt von ihrer damals zwei- und heute 15-jährigen Enkelin auf Puppenkleider spezialisiert. Dieses Hobby hat sie erweitert mit anderen Handarbeiten.

Manuela und Hans Borsinski, Ekensund, waren schon letztes Jahr auf dem BDN-Weihnachtsmarkt und waren erneut von der Qualität der ausgestellten Arbeiten begeistert. »Man findet immer ein kleines Geschenk, passend für jedes Portemonnaie«, sah es Hans Borsinski.

Wer vom Schauen, Betasten, Fachsimpeln und Einkaufen eine Pause brauchte, der konnte sich im Café verwöhnen lassen. Ein frischer Duft von Kaffee paarte sich mit dem vom Glühwein.

Dazu lockten unzählige Torten, Topfkuchen und Gebäck, in heimischen Küchen von BDN-Mitgliedern gebacken. Einigen Gästen gefiel die Atmosphäre so gut, dass sie die Kaffeetafel ausgiebig genossen, derweil sie angeregt mit anderen am Tisch plauderten.



Goldene Sonne und blauer Himmel

Fahrt des BDN Sonderburg nach Kellinghusen und Glücksstadt
Sonderburg/Sønderborg – alf.

Für das gute Wetter sei er verantwortlich gewesen, behauptete BdN-Vorsitzender Helmuth Petersen im voll besetzten Bus, als er am vergangenen Wochenende die Teilnehmer des Tagesausflugs nach Kellinghusen und Glückstadt begrüsste. Und besser hätte er das gar nicht hinkriegen können. Golden blühende Rapsfelder unter strahlend blauem Himmel, Flieder und Kastanien an den Wegen, in den Vorgärten Blauregen und Rhododendron, in den Wäldern leuchtend grün die frisch ausgesprungenen Buchen - Schleswig-Holstein zeigte sich an diesem Maientag von seiner schönsten Seite.

Hygge-Schnack vor dem Museum in der Sonne

Das abwechslungreiche und interessante Programm des Tage war von Carsten Kromand ausgearbeitet, wofür er verdientermaßen viel Lob und Dank bekam. In Kellinghusen teilte sich die Gruppe. Während die eine das Museum besuchten, ging die andere zu einer Töpferei und später wechselten sie die Plätze. Im Museum erfuhren die Nordschleswiger viel über die Kellinghusener Fajancen, die ihre Blütezeit von 1760 bis 1860 erlebten. In dieser Zeit entstand auch durch Tonabbau der Rensinger See, der heute ein Naherholungsgebiet ist.

Durch die zinnhaltige Glasur, die beim Brennen weiß bleibt, erhalten die Fajancen das porzellanähnliche Aussehen, auf das dann die Dekoration mit dem typisch gelben Rand und dem zumeist floralen Dekor aufgetragen wird. Durch die Brenntemperatur ist die Farbwahl der Scharffeuerfarben auf Blau, Manganviolett, Gelb, Grün, Rot, Schwarz und Braun begrenzt. Viele schöne alte Stücke sind im Museum zu sehen.

Im Museum in Kellinghusen

Nach alten Vorlagen werden neben moderneren Arbeiten auch noch Teller, Vasen und andere Stücke in Kellinghusener Töpfereien hergestellt wie Frank und auch bei Trencks, zu dem zu wandern noch Zeit blieb. Eine Teilnehmerin versuchte sich gar an der Drehscheibe und mancher ließ sich zum Kauf eines hübschen Souvenirs verführen. Beim Gang durch die Strassen sah man auch viele hübsche Türschilder aus gelb leuchtender Fajance.

Keramiker an der Drehscheibe

Über die Stör nach Glückstadt an der Elbe ging es weiter. Im Ratskeller wartete leckeres Mittagessen, für das die meisten Matjes gewählt hatten, eine berühmte Spezialität der Stadt. Der Dänenkönig Christian IV. gründete 1618 Glückstadt - ausnahmsweise nicht verbunden mit seinem Namen - vermutlich weil er sich Glück erhoffte, besonders beim Erheben eines Schiffszolls, dem Kanonen am Ufer Nachdruck verliehen.

Die Glücksgöttin Fortuna ist bis heute im Stadtwappen zu sehen und thront hoch oben auf dem Kirchturm. Die heidnische Göttin Diana gibt es sogar als Figur in der 1619 als erste protestantische Kirche in Schleswig-Holstein eingeweihten Kirche. »Wir sind wohl etwas seltsame Christen«, meinte mit einem Augenzwinkern Stadtführer Klaus Bornemann. Er führte auch ins Rathaus mit dem Gemälde des Stadtgründers und an den Hafen mit seinen Holländerhäusern.

In Kollmar, letzte Anlaufstelle des Ausflugs, blieb Zeit, auf dem Deich ein wenig in der Sonne zu sitzen und das Treiben auf der hier sehr breiten Elbe zu beobachten, während die Schafe sich lieber Schatten suchten. Im Café »Sünnschien« gab es nicht nur Kaffee satt und dazu Torte, sondern auch Unterhaltung mit Jürgen Timm, der eine ganze Stunde lang lustige Lieder auf hoch- und plattdeutsch sang, die fast alle bekannt und zum Mitsingen geeignet waren. Kein Wunder, dass sich alle in bester Stimmung befanden, als man aufbrechen musste. Den Tag werden alle in guter Erinnerung bewahren.

Jürgen Timm im Café "Sünnschien"


Themen: Homepage, HSV und Harmonie

BDN Sonderburg führte Sonnabend eine harmonische Generalversammlung durch / »Vorstand fühlt sich in seiner Arbeit bestätigt«
Sonderburg/Sønderborg – sk.
In knapp einer Stunde war alles beredet und beschlossen – eine harmonische Generalversammlung erlebten die Mitglieder des BDNOrtsvereins Sonnabend in der Deutschen Bücherei.

»Von den Anwesenden Mitliedern gab es nur positive Stimmen, so dass sich der Vorstand in seiner Arbeit bestätigt fühlt«, so der 1. Vorsitzende des BDN Sonderburg, Helmuth Petersen, der in seinem Bericht die erlebten BDN-Veranstaltungen Revue passieren ließ. Ob die Fahrt nach Sylt, die mit 30 teilnehmenden Personen großen Zuspruch fand, der Halbtagesausflug ins Unewatter Museum, die Weinprobe in der Schule oder die Fahrt zum Musical Dirty Dancing nach Hamburg – im Veranstaltungskalender des letzten Jahres fand sich somanche Perle.

Dass dies auch in diesem Jahr so sein wird – das unterstrich Helmuth Petersen ebenfalls. Am 7. April steht die Fahrt zu einem Bundesligaspiel des HSV auf dem Programm, am 4. Mai werden Kellinghusen und Glücksstadt erkundet und wer dabei sein will, sollte nicht mehr lange zögern – die Teilnehmerlisten sind bereits gut gefüllt.

»Es ist erfreulich, dass wir als Ortverein nun eine eigene Homepage haben«, so Petersen in seinem Vortrag. »Damit kann man sich nun viel besser über die aktuellen Veranstaltungen informieren. «
Bei den Vorstandswahlen standen die Wahlen von Jürgen Krüger und Paul Willi Weber auf dem Programm. Während Jürgen Krüger seine Wiederwahl annahm, wünschte sich Paul Willi Weber eine Wiederwahl nicht. An seiner statt wählten die Mitglieder Jörn Petersen in den Vorstand, der sich heute konstituiert.

»Ich freue mich, dass wir mit Jörn Petersen nun jemanden mit IT-Kenntnissen im Vorstand haben und der den Vorstand verjüngt«, so Helmuth Petersen, der Paul Willi Weber einen warmen und herzlichen Dank für seine jahrelange Arbeit, nicht nur für den BDN sondern auch für andere deutsche Vereine, aussprach. Im Namen des BDN bedankte und würdigte er Webers Arbeit und schenkte ihm einen Essensgutschein für ein städtisches Restaurant.

Auch die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge von 30 Kronen für Alleinstehende und 50 für Paare auf jeweils 50 und 75 Kronen wurde von den Mitgliedern einstimmig abgesegnet.

»Die Veranstaltungskosten steigen und da ist es gut, ein kleines Polster zu haben. Da passen wir uns, die wir bislang der billigste Ortsverein waren, dem Trend der Zeit an und können so eventuell auf den einen oder anderen Antrag auf Zuschuss verzichten«, so der erste Vorsitzende.

Spielewart Jürgen Krüger gab den Mitgliedern einen Überblick über die 30 Spielenachmittage des BDN im Jahr 2006. »Insgesamt 270 Teilnehmer kamen zu den Spielenachmittagen, das macht neun Teilnehmer pro Veranstaltung«, so Krüger.

»Die Nachmittage werden von den Teilnehmern gerne besucht. Einen besonderen Dank möchten die Teilnehmer Karen Rogge und H.E. Carstensen für den eingerichteten Fahrdienst aussprechen«, so Krüger.

Von einer relativ konstanten Abonnementenzahl konnte Theaterobmann Niels Güttel berichten. »Die Teilnehmerzahl am Nordschleswig-Abonnement verminderte sich während der Spielzeit 2006/2007 nur um drei Abonnementen, bedingt durch Todesfälle und besondere Umstände.
Es ist äußerst erfreulich, dass wir einen so treuen und stabilen Kern von Theaterinteressenten haben«, so Güttel über die insgesamt 44 Teilnehmer.



Qualität ist, was schmeckt

Weinprobe des BDN war gelungene Veranstaltung / So mancher hatte Aha-Erlebnis
Sonderburg/Sønderborg
Es mag kaum verwundern: Die Stimmung unter den 25 Teilnehmern an der Weinprobe am Freitag, angeboten vom BDN-Ortsverein, stieg mit jedem Schlückchen von den insgesamt 14 Weinen, die Weinproduzent Michael Schneider, Zell an der Mosel, für die Verköstigung zusammengestellt hatte, auch nach Absprache mit Herbert Andresen von »Calle«.
Denn von den verschiedene, appetitlich angerichteten Käsesorten sollte erst nach der Probe gekostet werden, da der Käse nicht nur den Magen schließt, sondern auch die Geschmacksnerven beeinflusst hätte.

Michael Schneider gestaltete den Abend wie eine Reise durch dieWeinanbaugebiete und Rebsorten der Welt. Das Ordnungsprinzip seiner Zusammenstellung war die Rebe. Die Teilnehmer erfuhren allerlei Wissenswertes über die kredenzten
Rebsäfte, ob Weiß oder Grauburgunder, Riesling oder Chardonnay, Merlot oder Spätburgunder. Ob eine FlascheWein zwei oder 20 Euro koste, sei egal, denn »Qualität ist das, was Ihnen schmeckt«, meinte Schneider.

So erzählte er, je später die Reife, desto mehr Säure sei im Wein enthalten. Um den Korkgeschmack zu vermeiden, sollten Weinflaschen liegend gelagert werden.
Gleichwohl sich trotzdem nicht verhindern ließe, dass sich bei bis zu zwölf Prozent dennoch der Korkgeschmack einschliche, der den Wein ungenießbar mache.
Michael Schneider räumte auch mit dem Trugschluss auf, dass nur ein Korken für Qualität bürge.
Im Gegenteil, mehr und mehr Flaschen werden mit einem Schraubverschluss
versehen. »Das ist das beste, was es gibt. Der schließt gasdicht«, so Schneider, der aus einer Winzerfamilie stammt.

Ob ein Wein trocken oder halbtrocken sei (»halbtrocken, was ist das? Man ist ja auch nicht halbschwanger«, so Schneider), hänge vom Säuregehalt ab.
Ab 20 Gramm Restzucker (unvergorener Zucker) sei ein Wein als lieblich einzustufen.

Michael Schneider meinte auch, dass man einen Wein, der beim ersten Mal nicht zugesagt hat, eine weitere Chance geben müsse »wie einer Ehe«. Denn ob ein Wein gefalle oder nicht, hänge von der persönlichen Stimmung und Umgebung ab. Für ihn als Weinproduzenten habe ein Wein Qualität, »wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt.«

In dieser munteren und informativen Art begleitet schritten die Teilnehmer tapfer von Weinprobe zu Weinprobe. Es wurde ein gemütlicher Abend, der ruhig wiederholt werden könnte. Da waren sich die weinseligen Teilnehmer einig.




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