| Kennwort »Sonderburg« öffnete TürenGelungener Ausflug des BDN-Sonderburg nach Ratzeburg / Kirchen imponierten – Ausstellungen jedoch deprimierten Sonderburg/Sønderborg »Es war ein sehr schöner Tag, vom Wetter begünstigt, ohne Hetze, voller Eindrücke, ein Tag, der in guter Gesellschaft genossen werden konnte«, dankte Helmuth Petersen als Vorsitzender des BDN-Sonderburg Carsten Kromand, der nicht nur die Idee zum Ausflug nach Ratzeburg hatte, sondern diesen geplant, vorbereitet und durchgeführt hatte. Die 46 Ausflügler, darunter welche aus der Norderharde und dem Fördekreis, gaben ihm Recht. Sie hatten am Sonnabend Ratzeburg von der sonnigen Seite her erlebt, obwohl die Besuche der Museen mit Lithographien von A. Paul Weber und Ernst Barlach für die meisten schwer verdaulich waren: »Sehr düster« und deprimierend, so das Urteil über die in schwarz-weiß gehaltenen Zeichnungen aus einer Zeit in Deutschland, die vonWirtschaftskrise und Naziherrschaft geprägt war. Die Museen konnten mit dem Kennwort »Sonderburg« betreten werden. So sparte sich Carsten Kromand das Ausgeben der Eintrittskarten. Zuerst aber stand die Besichtigung des Domes auf dem Programm, dem ersten großen Backsteinbau in Norddeutschland, der um 1170 im Auftrag von Heinrich dem Löwen gebaut wurde, unter Anleitung italienischer Handwerker.
 Für die zwei Wetterhähne auf dem Turm hatte der Führer eine Erklärung: eigentlich waren zwei Türme geplant, doch wegen des mit losen Materialien aufgeschütteten Untergrunds und damit Einsturzgefahr wurde nur einer gebaut. Der Dom machte Eindruck auf die BDN-Mitglieder, die sich von dort zu Fuß zum A. Paul Weber Museum begaben, ehe sie die Sonne und den frischen Wind genießend, auf das Schiff warteten, das sie über den Dom- und Küchensee bringen sollte. Das Panorama war unvergleichlich. Vom kleinen Küchensee, auch salopp »Spucknapf« genannt, ging es zum großen, dem einzigen See in Deutschland, der für Regattaruderer eine 2000 Meter-Strecke mit acht Bahnen hat. Die Zeit verging wie im Fluge und schon stiegen die Ausflügler am Kurpark wieder an Land. Ein kleiner Spaziergang brachte sie zum Ernst-Barlach-Museum, dem Haus seines Vaters. Wer genug von den düsteren Zeichnungen hatte, konnte sich an den Skulpturen erfreuen. Daneben steht die Stadtkirche, einst Garnisonskirche mit Platz für 1.000 Soldaten.
 Kaffee satt und ein sehr dickes Stück Käsesahnekuchen wartete auf die Gesellschaft im Café »Hubertus«. Die Reiselustigen genossen nicht nur den Kuchen, sondern auch die herrliche Aussicht aufs Wasser. Das Abendessen wurde in Nortorf im Kirchspiels Gasthaus eingenommen. Den BDN-Mitgliedern wurde ein Schleswig-Holstein-Platte serviert, die nicht nur Appetit machte, sondern der auch gut zugesprochen wurde. Wer hungrig vom Tisch ging, war selber schuld. Und den BDN-er wurde noch etwas geboten, ohne Mehraufpreis: der Stadtlauf von Nortorf. Helmuth Petersen erklärte zum Abschluss, dass es weitere Ausflüge geben werde, denn »so lange wir Carsten haben, kann nichts schief gehen.« Dafür gab es viel Beifall in Richtung des Ausflugsplaners. Carsten Kromand erwiderte auf das dicke Lob des Vorsitzenden, dass es ihm selbst eine Freude gewesen wäre, so eine Fahrt auf die Beine zu stellen, da alle Teilnehmer die festgesetzten Zeitpunkte »gut eingehalten und gerne eingehalten haben«, so Kromand.
Erfolgreiche doppelte PremiereBDN-Liederabend mit über 80 Teilnehmern / Sopranistinnen verzauberten Publikum mit breitgefächtertem Können Sonderburg/Sønderborg Stehenden Applaus gab es nach gut zweistündiger Unterhaltung für die Sopranistinnen Marion Petersen (oberes Foto) und Gesa Thomsen (M.), die am Klavier von Hanne Hokkerup begleitet wurden (unten). Es war eine gelungene und erfolgreiche Doppelpremiere: Der BDN-Sonderburg ist dies Wagnis eines Liederabends an einem Sonnabend Abend eingegangen. Zum anderen standen Marion und Gesa zum ersten Mal (und hoffentlich nicht zum letzten Mal) gemeinsam auf der Bühne. Das Fazit vom BDN-Vorsitzenden Helmuth Petersen: »Danke für einen wunderbar bezaubernden musikalischen Abend«. Der Applaus der über 80 Gästen unterstrich seine Einschätzung. Von Marion Petersen, Musiklehrerin an der Deutschen Privatschule und Mitglied im Kabarett »Heimatmuseum«, wissen die Gäste, dass in ihr schauspielerisches Potential steckt. Das hat sie u. a. mit Helmuth Petersen als »Herr Marquis« aus der »Fledermaus« wirksam bewiesen.
Marion und Helmuth Petersen |
Wie die angehende Stimmbildnerin Marion spielte auch Gesa Thomsen die Lieder mit Elan, Überzeugung und starkem Ausdruck, auch und vor allem als männermordender Vamp (siehe Foto).
 Beide Sängerinnen überraschten ihr Publikum mit einer Bandbreite ihres stimmlichen Könnens, von Barock über Klassik (Hut ab vor Marion beim Lied »Die Königin der Nacht«) bis hin zum Blues, Jazz und Musicals. Gesa Thomsen, Stimmbildnerin am Institut für atemzentrierte Stimmbildung in Flensburg, hatte anfangs dem Publikum »glückliche Momente« angekündigt. Und diese bescherten beide Frauen den konzertiert lauschenden Gästen – der appetitliche Käse wurde stillschweigend genossen. Für jedes Lied steckten sie eine Blume in eine kleine Vase, die nach dem Lied in eine große wechselte. So entstand gemäß ihres Titels für den Liederabend, ein herrlich bunter Frühlingsstrauß, den Marion und Gesa der Pianistin Hanne Hokkerup schenkten. Diese »glücklichen Momente« ließen die beiden Frauen übrigens auch noch zu einem Augenschmaus werden: Nach fast jedem Lied hatten sie sich umgezogen, um den Gesang mit entsprechendem Kostüm/Kleid zu unterstreichen – ein wahrlich rundum gelungener Liederabend.
 Marion Petersen, Gesa Thomsen und Hanne Hokkerup (v.l.) |
Engere Zusammenarbeit der BDN- Ortsvereine geplantGeneralversammlung stimmte für Gespräche mit Norderharde und Fördekreis / Gut gewirtschaftet trotz kleinem Defizit Sonderburg/Sønderborg Eine positive Bilanz zog am Sonnabend der Vorsitzende des BDN- Ortsvereins Sonderburg, Helmuth Petersen, auf derGeneralversammlung in der Deutschen Bücherei in Sonderburg. Die Zahl von 212 Mitgliedern sei 2007 stabil geblieben, man habe gar sechs neue Mitglieder hinzugewinnen können, dennoch fehle es weiter am Nachwuchs, so Petersen. »Uns fehlen die jungen Leute, die wir bisher in unsere Arbeit nicht integrieren konnten. Sicher nehmen einige an unseren Veranstaltungen teil, doch für die aktive Mitarbeit konnten wir bislang niemanden gewinnen. Dabei ist gerade diese Generation so wichtig, als Impulsgeber in der zukunftsorientierten Arbeit«, meinte Helmuth Petersen. Erfreut zeigte sich der Vorsitzende hingegen über die Arbeit von Vorstandsmitglied Jörn Petersen, der sich um die Internetseite kümmere. »Ich bin froh, dass wir auf diesem Gebiet stets auf dem aktuellen Stand sind«, freute sich Petersen und merkte an, dass auch die Ortsvereine Norderharde und Fördekreis »etwas neidisch auf das große Angebot, das wir jährlich unseren Mitgliedern bieten«, schauten. »Ich habe ihnen geraten, sich an Carsten Kromand zu wenden, der mit Eifer, Fleiß und großer Umsicht, Ideengeber, Planer und Organisator vieler unserer Veranstaltungen ist. Aber sie möchten sich eigentlich lieber uns anschließen«, so Petersen. Auch er selbst hätte nichts gegen eine enge Zusammenarbeit mit den beiden anderen Ortsvereinen in der Großkommune. »Wie diese Zusammenarbeit aussehen könnte, ob wir von gemeinsamer Planung, Fusionieren oder loser Zusammenarbeit ausgehen sollten, das bliebe alles noch zu besprechen«, meinte Petersen und bat die Generalversammlung zugleich um das Einverständnis, dass der kommende Vorstand sich mit dieser Frage befasse und eine Entscheidung über eine zukünftige Zusammenarbeit fälle. Der Vorstand erhielt nach kurzer Diskussion das Mandat von der Generalversammlung und kann nun in den kommenden Monaten an dieser Sache weiterarbeiten. Helmuth Petersen erwähnte auch die Bestrebungen nach einem hauseigenen Logo. Einen Vorschlag dazu hat Hilda From gemacht, der auf dem Rundbrief zu sehen war. Es mangelte nicht an der Bereitschaft zur Umsetzung, sondern eher »an den Signalen der Hauptorganisation des BDN, sich nicht zu weit vom Image der BDNDachorganisation zu entfernen«, so der Vorsitzende, der Hilda From einen Dank aussprach. Erfolgreich angenommen worden waren wieder die Veranstaltungen, die zum Teil ausgebucht waren. Der Kassenbericht von Helene Iwersen zeigte, dass der Ortsverein zu wirtschaften weiß. Einnahmequellen seien hauptsächlich die Ausflüge sowie der BDNWeihnachtsmarkt. Die Spielenachmittage würden die Mietausgaben für den Raum von allein decken. Der Ortsverein habe sich zudem einen eigenen Computer angeschafft. So schloss das Jahr mit einem sehr bescheidenen Defizit. Bei den Wahlen wurden Helmuth Petersen, Nis Hoi und Helene Iwersen bestätigt. Unter Punkt Verschiedenes wurden diverse Ausflugsziele genannt wie Opernhaus in Kopenhagen und Hagenbeck in Hamburg. Eva Bargum mahnte an, dass der Vorstand darauf achten sollte, dass Veranstaltungen in erster Linie Mitgliedern offen stehen sollten. Das, so Helmuth Petersen, täte der Verein. Doch sei es so, dass auch Nicht-Mitglieder willkommen wären, wenn ein Angebot nicht ausgebucht sei. Diese »Schnupperfahrten«, so der Vorsitzende, seien Werbung in eigener Sache und »sollten drin sein«.
Spielobmann zog gute Bilanz Jürgen Krüger als Spielobmann des BDN-Sonderburg war mit dem Verlauf der Spielenachmittage im vergangenen Jahr zufrieden. Wie er auf der Generalversammlung mitteilte, seien insgesamt 31 Treffen mit 326 Teilnehmern durchgeführt worden. Das entspreche einer Teilnehmerzahl von durchschnittlich zehn bis elf Personen. Die Teilnehmer bezahlen seit Jahren fünf Kronen für Kaffee und Tee. Für Kuchen und Gebäck sorgen die Teilnehmer selbst. Nach Abzug der Ausgaben geht der Überschuss auf das Konto des Ortsvereins. Und der konnte sich 2007 über ein nettes Sümmchen freuen. Jürgen Krüger dankte Karen Rogge, Heike Carstensen sowie Hans Emil Carstensen für ihre Bereitschaft, Fahrdienste zu übernehmen.
Theaterabonennten waren zufrieden Auf ein erfolgreiches Jahr 2007 blickte am Sonnabend auf der Generalversammlung des BDN-Sonderburg auch Theaterobmann Niels Güttel zurück. Insgesamt habe man mit 45 Abonnenten in dieser Spielzeit ein Theaterabo mehr verkaufen können als 2006. Das Angebot pro Spielzeit sei sechs Veranstaltungen. Den Bus zum Theater in Flensburg hätten 42 Abonennten in Anspruch genommen. Die Abos sind in drei Preisgruppen von 900, 860 und 760 Kronen erhältlich, für Nicht-Mitglieder liegt der Preis jeweils 100 Kronen höher. »Es freut mich, dass wir auch für die kommende Spielzeit 2008/2009 wieder sechs Veranstaltungen mit dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater anbieten können«, so Theaterobmann Niels Güttel. Anmeldeformulare diesbezüglich werden Interessenten vom Kulturausschuss des BDN durch das Generalsekretariat in Apenrade zugeschickt.
Beim Kabarett regnete es OrdenGelungenes Gemeinschaftsfest deutscher Vereine und Instituionen / »Heimatmuseum« amüsierte über 120 Gäste Sonderburg/Sønderborg Stehender Applaus zeigten den Mitgliedern vom »Heimatmuseum«, dass sie mit ihrem Kabarett »Darfs noch’n bisschen mehr wert sein?« wieder mal ins Schwarze getroffen haben. »Das war super«, ließ sich Eva Bargum nach der über zweistündigen Nonstop-Unterhaltung in der Aula der Deutschen Privatschule Sonderburg (DPS) am Freitag hinreißen. Sie und ihr Mann David haben bisher keine Aufführung verpasst. Sie sind jedes Mal erstaunt, »dass sie immer wieder was Neues finden. Wir freuen uns immer wieder drauf«, so Eva. Ihrem Mann David hat auch gefallen, dass die Show »politisch ausgewogen« war. »Wie immer, schön und gut. Sie spielen wie Profis«, so das Urteil von Andreas Jochens. Das »Heimatmuseum« wüsste, »was gut ist. Ich bin noch nie enttäuscht worden. Allerdings muss man die Personen kennen, die durch den Kakao gezogen werden.« Im Namen des BDNBezirks dankte der Vorsitzende Dieter Jessen für den »Mehrwert«, die den Truppe dem Publikum beschert hätte. »Ihr seid uns hier aber mehr wert« witzelte Dieter Jessen. Eingeleitet wurde das Gemeinschaftsfest mit einem reichhaltigen Essen, zu demsich 84 Personen angemeldet hatten. Zum Kabarett kamen dann noch mal an die 40 Gäste, somit also ein volles Haus. Die vielen Helfer der verschiedenen Vereine ermöglichten den Gästen, sich entspannt zurückzulehnen, den Feierabend zu genießen und sich auf das einzulassen, was das Kabarett anschließend servierte. Die Truppe versteht es wahrlich, aktuell zu sein. Rainer Iwersen entschuldigte den »schleppenden« Anfang, immerhin müssten sie ja einen Pensionisten mitschleppen. Das Publikum verstand die Anspielung auf den erst kürzlich in den Ruhestand gegangenen DPS-Leiter Helmuth Petersen. Zum Abschluss ehrte das »Heimatmuseum« fünf Personen: Carsten Kromand erhielt als Ideengeber für alle Angelegenheiten und Planer von BDN-Fahrten den »Marathon-Orden am langen Bande in Gold«. Doris Ravn sei unverzichtbar für Veranstaltungen in Sonderburg. Da sie ihren Vorsitz im Bürgerverein lange vor ihrem Mann geheimgehalten hätte, wurde ihr der »Orden für Geheimnisträger in Streugold mit Diamanten« umgehängt. Große Hilfsbereitschaft und ihre stille Arbeit an und mit der Kasse des BDN zeichneten Helene Iwersen aus. Dafür gab es den »Sparorden in Kupfer, weil der nicht so viel koste. Den »Ruderorden in Blattgold am Bande« erhielt Günther Andersen als Vorsitzender des Nordschleswigschen Ruderverbandes und Architekt für Volksgruppenbauten. Für ihre vielen Tätigkeiten und Einsätze wurde Hildegard Weber, Vorsitzende der Mariaheim-Stiftung, mit dem Orden »Mariä-Hilf in Weißgold am Bande« gewürdigt.
Die Welt der BraukunstBDN-Sonderburg besuchte die Flensburger Brauerei, ein Großunternehmen mitten in der Innenstadt Sonderburg/Sønderborg Auf der Hinfahrt wurde leise, wenn überhaupt, miteinander geredet, auf der Rückfahrt wurden schon angeregtere Gespräche geführt, begleitet von so manchem Lachen. Wen wundert’s – die 34 BDN-Mitglieder kehrten am Freitag Abend zurück von der Besichtigung der Flensburger Brauerei. Und die wird mit einem deftigen Essen gekrönt, zu dem eines oder mehrere Bierchen getrunken werden können. Dabei konnte jeder nach seinem Geschmack diverse Sorten kosten, ob herb, sprudelnd oder erfrischend. Die ersten Eindrücke von der 1888 von Flensburger Kaufleuten gegründete Brauerei wurden durch einen Film zur Geschichte und Entwicklung vermittelt. Ein Markenzeichen des Bieres mit dem blau-weißen Etikett ist der patentierte Bügelverschluss, der beim Öffnen das charakteristische »Plop« erklingen lässt. Mit diesen Informationen im Hinterkopf konnte die Zeitreise los gehen, vom Sudhaus in den Gär- und Filterkeller in die Lagerhallen. In den bald 120 Jahren ist eines gleich geblieben: Das Bier wird nach dem deutschen Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516 gebraut und besteht aus vier Zutaten: Wasser, Malz (Gerste), Hefe und Hopfen (weibliche Zapfen), der entscheidend für den Geschmack des Gebrauten ist. Die Brauerei stellt jedoch nicht selbst Malz her, sondern lässt es liefern, u. a. von der Fulgsang- Brauerei in Hadersleben. Das »Bier besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Jetzt wissen Sie, warum es so gesund ist«, witzelte Führerin Anita Dargatz. Das Wasser kommt übrigens aus zwei hauseigenen Brunnen aus 240Metern Tiefe. Auch das Verfahren läuft nach dem selben Muster ab, nur die Arbeitsgerätschaften haben sich wesentlich geändert. Am deutlichsten wird dies bei der Abfüllanlage: einst wurden 22.000 Flaschen pro Stunde abgefüllt – heute mit dem hochmodernen und umweltgeprüften System erhalten pro Stunde eine Million Flaschen den Bügelverschluss. Das Flensburger Bier wird bundesweit vertrieben. Märkte wie in Italien, England und kanarische Inseln sind teilweise erschlossen. Die Brauerei möchte gerne mehr exportieren, doch »der Bierverbrauch geht zurück«, nannte Anita Dargatz einen Grund. Auf dem zwei Kilometer langen Gang durch die Hallen und treppab, treppauf durch die Keller erstaunen immer wieder die vielen, vielen Rohre und Behälter sowie das hauseigene Labor, bei dessen Ausstattung mit all den Monitoren und elektronischen Schalttafeln die Besucher sich die Romantik, übermittelt im Film, abwischenmüssen. Nostalgie kommt wahrlich nicht auf: Die Flensburger Brauerei ist ein hochmodernes Unternehmen – der älteste Teil des Gebäudes ist mit einem neuen Keller verbunden, über einen 70 Meter langen Tunnel unter der Straße – sie beschäftigt 165 Mitarbeiter, darunter 15 Braumeister. Nur wie die Zutaten ist eines geblieben: Dem Mitarbeiter ist tariflich das sogenannte Deputatsbier sicher: pro Monat 40 Liter Gerstensaft.
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