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Tondern/Tønder - 28. Mai 2010 - von Brigitta Lassen
Zwei Containerplätze »auf den Müll«

Ab Januar 2011 können in Hoyer nur noch Gartenabfälle abgeliefert werden.
Foto: Jane Rahbek Ohlsen
Auch rund 1.900 Proteste von Bürgern aus Hoyer und Bredebro halfen nichts: Die Containerplätze in den beiden Orten werden wie geplant bis zum Jahresende geschlossen. Dies bestimmte eine Stadtratsmehrheit, bestehend aus Venstre und Schleswigscher Partei, am Dienstagabend. Erhalten bleiben den beiden Orten aber die Plätze als Abgabestelle für Zweige und Gartenabfall.
Damit bestätigte die Stadtratsmehrheit den Beschluss des Technischen Ausschusses, der bereits im November 2008 zu dieser Entscheidung gekommen war.
Doch haben Kommunalwahlen stattgefunden und das in Bredebro neu gewählte Stadtratsmitglied Flemming Gjelstrup (Soz.) hatte nach der Protestwelle eine Wiederaufnahme des Punktes beantragt. Unterstützt wurde er von seinem Fraktionssprecher Peter Christensen. »Die Frage ist nie im Stadtrat und nur vom Technischen Ausschuss entschieden worden, obwohl wir alle das Dienstleistungsniveau in der Kommune festsetzen. Wir haben einen neuen Stadtrat und einen neuen Technischen Ausschuss. Daher wäre eine Wiederaufnahme angemessen. Wir wollen schließlich die beste Landdistriktkommune Dänemarks sein. Mit einer Schließung der Containerplätze erreicht man das Gegenteil«, unterstrich Peter Christensen, unterstützt von Flemming Gjelstrup. Unterstützt wurden die Sozialdemokraten bei der Abstimmung von den Konservativen und SF, während sich die beiden DF-Vertreter der Stimme enthielten.
Doch Bente Koudal Sørensen (V) nahm den Befürwortern gleich den Wind aus den Segeln und plädierte für ein Festhalten am früheren Beschlusses des Technischen Ausschusses. Hoyer und Bredebro sollten aber Plätze für Zweige und Gartenabfall bekommen.
Als neu gewähltes Mitglied des Stadtrates und des Technischen Ausschusses befürchtete Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei), dass künftig alle Beschlüsse des alten Stadtrats wieder aufgenommen werden sollten. Sehr wichtig sei den Bürgern der Erhalt der Plätze für Gartenabfall.
Als zweiter Vorsitzender des Technischen Ausschusses unterstrich er, dass der frühere Technische Ausschuss diesen Punkt sicherlich gründlich durchgearbeitet habe. Nicht alle Plätze könnten erhalten bleiben. Neue Umweltauflagen bedeuteten Änderungen der Plätze und Mehrausgaben. Zudem müsse noch gründlicher sortiert werden und die Abgabemengen nehmen ab, seitdem jeder Haushalt mit einem grünen Mülleimer ausgestattet ist.

Von sieben auf fünf
In der Kommune Tondern wird es ab 1. Januar 2011 anstelle von sieben nur fünf Containerplätze geben: in Tondern, Scherrebek, Röm, Lügumkloster und Toftlund. Plätze für Gartenabfälle sind/werden in Abel, Aggerschau, Arrild, Ballum, Branderup, Jeising, Mögeltondern, Scherrebek, Seth, Wiesby, Bedstedt, Osterhoist, Hoyer und Bredebro eingerichtet.
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