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Delegiertenversammlung mit Schilderdebatte & Satzungsänderung

08.Mai 2015

Die Delegiertenversammlung des BDN fand am 26. Mai in der Deutschen Nachschule Tingleff mit rund 100 Teilnehmern statt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem eine Debatte über Sprachenstrategie und insbesondere zweisprachige Ortsschilder.

 Stellvertretende Hauptvorsitzende Ruth Maria Candussi leitete ein mit einer Chronologie der Ereignisse. Ihr folgte Redakteur Siegfried Matlok der zwar für die Schilder ist, aber den Zeitpunkt nicht für gekommen hält, wo die Mehrheitsbevölkerung dies unterstützen möchte. Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen freute sich abschließend über eine lebhafte Debatte und wollte mit den Kommunen im Dialog bleiben. Möglich wäre eine Aufstellung von Schildern, wo es lokale Unterstützung gibt, so beispielsweise in Tingleff.
Der Aussprache folgten die mündlichen Berichte. Hinrich Jürgensen wies in seinem Bericht auf den Einsatz für die deutsche Sprache hin: „Über Ortsschilder haben wir schon einleitend diskutiert, aber natürlich bleibt unser Einsatz für die deutsche Sprache in Dänemark eine zentrale Aufgabe. Wir freuen uns deshalb darüber, dass die Schüler in den Kommunen Apenrade und Tondern zukünftig mehr und früher Deutsch lernen dürfen.
Wichtig ist, dass wir selbst in den kommenden Jahren systematisch mit unseren sprach-politischen Forderungen arbeiten. Das sind Forderungen, die auf internationalen Abmachungen fußen. Verpflichtungen, die der dänische Staat eingegangen ist.
Falls – und das passiert leider öfter – bestehende Regeln eine Durchführung blockieren, dann muss das im konkreten Fall dazu führen, dass diese Regeln für uns geändert werden. Das ist keine freche Forderung, sondern unser gutes Recht.“
Letzter Punkt der Tagesordnung waren Satzungsänderungen auf Wunsch der Schleswigschen Partei. SP-Vorsitzender Carsten Leth Schmidt bat um Unterstützung dafür, dass die SP zukünftig ihren Vorsitzenden auf ihrer Hauptversammlung wählt, anstatt – wie bisher – auf der BDN Delegiertenversammlung. Die Satzungsänderung wurde mit 78 Ja-Stimmen und 5 Enthaltungen angenommen.