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Sprachencharta im Fokus

10.Mai 2017

Ein vierköpfiges Expertenkomitee des Europarates besucht zurzeit Dänemark, um sich über die Umsetzung der vom dänischen Staat unterzeichneten Sprachencharta zu informieren.

Die Experten führen am 10. Mai Gespräche im Haus Nordschleswig mit Vertretern der deutschen Minderheit, Medienvertretern sowie Mitarbeitern der vier Kommunen in Nordschleswig. Anschließend besucht die Gruppe um Sekretär Kristóf Buza das Deutsche Museum Nordschleswig in Sonderburg.
Am 11. Mai werden die Gespräche in Kopenhagen mit Beamten sowie im Sekretariat der deutschen Minderheit fortgesetzt.
BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen: „Wir haben die Expertengruppe über unsere sprachpolitischen Forderungen informiert. Wir konnten dabei auf Erfolge aber auch auf eine Reihe von Baustellen hinweisen.“ Zu letzteren gehört laut Hinrich Jürgensen das Erstellen einer Sprachstrategie der Kommunen für Pflegeheime, die Förderung zur Produktion deutschsprachiger Videobeitrage sowie die Aufstellung von zweisprachigen Ortsschildern.


Sprachencharta: Die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen wurde 1992 vom Europarat gezeichnet. Ziel der Charta ist es, dass Regional- oder Minderheitensprachen als ein einzigartiger Bestandteil des kulturellen Erbes Europas anerkannt werden. In Dänemark gilt die Charta für Deutsch in Nordschleswig. Sie ist seit 2001 in Kraft.