Die Schleswigsche Partei von 1990-2018

Das Profil der Schleswigschen Partei wird seit den 80er Jahren deutlich von drei Schwerpunkten bestimmt: Sie ist die Partei der deutschen Minderheit, sie ist eine Regionalpartei und sie ist grenzüberschreitend und europäisch.

 

Die Schleswigsche Partei strebt vor allem Wahlbündnisse mit den kleinen Parteien der Mitte an. Sie erhält auf kommunaler Ebene auch Wahlbündnisangebote von den großen Parteien, was als Zeichen der Entspannung im Grenzland aufgefasst werden kann.

 

Die Schleswigsche Partei hat eine aktive Jugendorganisation, die jungen SPitzen, eine der größten politischen Jugendorganisationen in Nordschleswig.

 

Die inhaltliche Profilierung und ein sichtbarer Generationenwechsel führten dazu, dass nach einer weiteren Kommunalreform 2007 die Stimmenzahlen zunahmen und erstmals seit 1982 ein Vertreter der SP, ein Mitglied der jungen SPitzen, in den Sonderburger Stadtrat gewählt und zugleich Vorsitzender des Kulturausschusses wurde. Auch in Hadersleben gelang der SP erstmals seit 1982 der erneute Einzug in den Stadtrat. In Tondern konnten ein Vertreter, in Apenrade zwei Vertreter in die Stadträte geschickt werden. Dieser Erfolg wurde 2009 noch einmal gesteigert.

 

Bei der Kommunalwahl 2013 setzte die Schleswigsche Partei ihren erfolgreichen Kurs fort und erlangte insgesamt acht Sitze in den vier nordschleswigschen Stadträten.

 

Damit hat sich die Schleswigsche Partei als regionale Partei durchgesetzt und konnte zunehmenden Zuspruch auch bei der Mehrheitsbevölkerung feststellen.

 

2017 konnte der Stimmenzuwachs nur in Sonderburg fortgesetzt werden. Die Schleswigsche Partei stellt nunmehr den 1. Vizebürgermeister dieser Kommune. In den anderen Kommunen war ein leichter Stimmenrückgang zu verzeichnen, der primär auf lokale politische Gegebenheiten zurückzuführen ist. Die Schleswigsche Partei hat heute zehn Vertreter in den vier nordschleswigschen Stadträten.