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SSF und BDN begrüßen Landtagsbeschluss pro immaterielles Kulturerbe

23.März 2018

Der Sydslesvigsk Forening (SSF) und der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) begrüßen den einstimmigen Beschluss des Schleswig-Holsteinischen Landtages, die Bewerbung des deutsch-dänischen Minderheitenmodells um den Status als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe zu unterstützen. Die beiden Organisationen der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein und der deutschen Minderheit in Süddänemark hatten Ende Oktober 2017 parallel bei der Landesregierung und der dänischen Regierung die Aufnahme des „Zusammenleben von Minderheiten und Mehrheiten im deutsch-dänischen Grenzland“ auf die nationalen Listen für die UNESCO-Bewerbung beantragt.

„Es freut uns sehr, dass der Landtag mit so breiter Mehrheit unsere Bewerbung unterstützt. Mit dem Minderheitenmodell im deutsch-dänischen Grenzland haben wir etwas erreicht, das sich durchaus weltweit sehen lassen kann. Heute, an der Schwelle zum 100-jährigen Jubiläum der aktuellen Grenze, können wir feststellen: Es ist unseren Vorfahren gelungen, eine Kluft zu überwinden, die in vielen anderen Teilen Europas und der Welt unüberwindlich erscheint. Das wollen wir durch den Welterbe-Status hervorheben – nicht um uns selbst auf die Schultern zu klopfen, sondern um Anderen zu zeigen, dass so etwas möglich ist“, erklärt der Vorsitzende des kulturellen Hauptverbands der dänischen Minderheit, SSF, Jon Hardon-Hansen.
BDN-Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen ergänzt: „Unser friedliches und konstruktives Zusammenleben ist in den letzten vielen Jahrzehnten stetig gewachsen und lässt die gewaltsamen und unversöhnlichen Konflikte früherer Zeiten für jüngere Generationen unwirklich erscheinen. Deshalb ist es immer wieder wichtig daran zu erinnern, wo wir herkommen und dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Mit dem Welterbestatus bekämen wir nochmals Rückenwind, um die Pflege unserer kulturellen Vielfalt auch in kommenden Generationen zu sichern.“