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20 Jahre europäische Sprachencharta

13.September 2018

Festveranstaltung in Kiel

Minderheitenbeauftragter Callsen für weitere Förderung der Regional- und Minderheitensprachen

Foto: Generalsekretär Uwe Jessen, Minderheitenbeauftragter Johannes Callsen, BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen, Landtagspräsident Klaus Schlie und Vorsitzende des Friesenrates lse Johanna Christiansen beim Festakt in Kiel am 13. September 2018. 

Die Förderung der Regional- und Minderheitensprachen in Schleswig-Holstein soll weiter vorangebracht werden. "Ich freue mich, dass die Landesregierung meinem Vorschlag gefolgt ist und die Fortschreibung des Handlungsplanes Sprachenpolitik in ihr Arbeitsprogramm aufgenommen hat", sagte der Minderheitenbeauftragte Johannes Callsen am 13. September in Kiel. Konkret bedeute es, dass beispielsweise im Bildungsbereich neue Spielräume gefunden werden sollen, um das Angebot von Plattdeutsch, Friesisch und Dänisch an Schulen zu erweitern sowie das Lehrmaterial zu ergänzen.

Callsen sprach auf einer Veranstaltung zum 20-jährigen Bestehen der Verabschiedung der Europäischen Sprachencharta, zu der er gut 70 Vertreter aus allen Bereichen der Minderheiten nach Kiel eingeladen hatte. Besonders für Schleswig-Holstein als Land mit einzigartiger Sprachenvielfalt sei die Ratifizierung ein Meilenstein gewesen: "Niederdeutsch, Dänisch und Friesisch sowie Romanes wird von vielen Menschen in unserem Land als ,ihre' Sprache empfunden. Folgerichtig werden diese Sprachen durch die Europäische Charta für Regional- oder Minderheitensprachen geschützt", so der Minderheitenbeauftragte.

Er  bedankte sich bei seinen Gästen für ihr langjähriges Engagement für die Minderheiten: "Sie alle setzen sich in den Verbänden für den Erhalt und die Förderung unserer Regional- und Minderheitensprachen ein - zum Teil schon seit Jahrzehnten. Dafür möchte ich Ihnen allen auch im Namen von Ministerpräsident Daniel Günther sehr herzlich danken."