Willkommen beim Bund Deutscher Nordschleswiger

Flaggendebatte in Dänemark

27.Juni 2019

Flaggen vor dem Haus Nordschleswig zur Begrüßung offizieller Gäste oder zum Tag der Deutschen Einheit

Anfang Juni wurde im Themenheft zum 800. Geburtstag des Dannebrog im Mitgliedsmagazin des dänischen Grenzvereins, Grænsen, ein Artikel veröffentlicht. Thema des Artikels war, ob die deutsche Minderheit Erlaubnis erhalten sollte, mit der deutschen Fahne zu flaggen.

Einige Wochen später wurde das Thema erneut von der dänischen Tageszeitung Politiken aufgegriffen. BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen antwortete auf Anfrage, dass eine pauschale Genehmigung für alle deutschen Einrichtungen in Nordschleswig vernünftig sein könnte. Eine solche Genehmigung ist in Dänemark für alle notwendig, die mit Fahnen fremder Staaten flaggen wollen, und wird nur in Ausnahmefällen und zu besonderen Ereignissen von der Polizei erteilt. Der Dannebrog muss dabei immer auch gehisst werden.

Zuspruch fand der Vorschlag in den Leitartikeln der dänischen Regionalzeitung JydskeVestkysten und der Zeitung der dänischen Minderheit, Flensborg Avis. JydskeVestkysten schrieb unter anderem: „Das Verhältnis zwischen Dänisch und Deutsch kann die Gefühle im Grenzland immer noch zum Kochen bringen. Aber wir sollten so weit sein, dass wir [die Regeln] etwas lockern können. […] Die Leitung der Minderheit besteht aus besonnenen Personen, die niemals mit einer allzu häufigen oder demonstrativen Benutzung nationaler Symbole provozieren würden.

Und Flensborg Avis ergänzt: „Es gibt niemanden in Nordschleswig dessen dänische Gesinnung in Gefahr gerät, bloß weil von Zeit zu Zeit eine deutsche Fahne oder zwei in der Menge wehen. […] Volle Unterstützung von hier.“