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Knivsberg als historischer Lernort

04.September 2019

 

Im Dezember 2018 fand im Haus Nordschleswig eine Diskussionsveranstaltung zur Gedenkstätte auf dem Knivsberg und den Umgang mit den Namen statt. Dort wurde angeregt in Zukunft – entgegen der bisherigen Praxis - keine Namen mehr zu entfernen, auch wenn Beweise für Kriegsverbrechen vorliegen sollten. Stattdessen wurde vorgeschlagen, den Knivsberg zu einem historischen Lernort zu entwickeln.

Die nicht ganz einfache Frage ist jedoch, wie ein solcher Lernort aussehen könnte, welche Elemente er enthalten sollte und wie die Geschichte der deutschen Minderheit – mit Schwerpunkt auf Nationalsozialismus, 2. Weltkrieg und Vergangenheitsbewältigung – vermittelt werden soll. Diese Fragen sollen nun im Rahmen einer Forschungsaufgabe beantwortet werden.

Zu den konkreten Aufgaben könnten dabei gehören:

  • Einsammeln und Auswerten von biographischem Material von Kriegsteilnehmern
  • Forschung zur Gedenkstätte auf dem Knivsberg und der Bedeutung dieser für die deutsche Minderheit
  • Überlegungen zur Vermittlung der „schwierigen Geschichte“ unter anderem durch Ausstellung und Unterrichtsmaterial

In Vorgesprächen mit der Syddansk Universitet (SDU) hat der BDN die Möglichkeit einer Forschungsstelle (Doktorand/Ph.d.) untersucht. Die Universität hat sich bereit erklärt, die Infrastruktur zu stellen und ein Drittel der Kosten zu übernehmen.

Der BDN Hauptvorstand hat am Montag, dem 2. September - mit 18 Stimmen für bei einer Enthaltung - beschlossen, ein weiteres Drittel für das Forschungsprojekt (= 600.000 DKK über drei Jahre) zu finanzieren. In der Debatte wurde großen Wert darauf gelegt, dass die Stellung mit der SDU verknüpft ist und somit auch die wissenschaftliche Unabhängigkeit gewährleistet ist.

Das BDN Generalsekretariat wird sich nun um die Finanzierung des letzten Teils aus Drittmitteln bemühen.