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Carmina Burana fällt Corona zum Opfer

05.Mai 2020

 

Der Vorstand der Musikvereinigung Nordschleswig hat zusammen mit Vertretern des BDN beschlossen, dass die für diesen Herbst geplanten Konzerte (Carl Orffs Carmina Burana) nicht stattfinden werden.

Die Konzertreihe hätte in Kooperation mit dem Landesmusikrat Schleswig-Holstein unter Einbindung u.a. des Landesjugendorchesters mit Aufführungen in Sonderburg, Gramm, Husum und Kiel stattfinden sollen.

Die Gründe für die Absage:

  • Der Chor hätte sehr eingeschränkte Möglichkeiten (zeitlich und örtlich) zu proben. Derzeit sind keine Proben möglich. Die Musikvereinigung hat die Situation so eingeschätzt, dass ein evtl. Probenanfang ab z.B. Anfang August (falls Proben dann überhaupt ordentlich möglich wären) nicht ausreichen würde, um Carmina Burana ordentlich auf bzw. über die Bühne zu bringen.
  • Es ist uns aufgrund der angespannten Lage derzeit nicht möglich einen Kinderchor aus jungen Sängerinnen und Sängern unserer Schulen zusammenzustellen. Ein Kinderchor ist ein wichtiger Bestandteil des Werks Carmina Burana.
  • Die generelle Unsicherheit, wie sich die aktuelle Situation entwickeln wird: Keiner kann vorhersagen, wie die Lage im Herbst aussehen wird – Darf/will Publikum zu den Konzerten kommen? Darf das Landesjugendorchester im Herbst auftreten? Usw.

„Wir bedauern sehr, dass wir uns für eine Absage entscheiden mussten – es blieb uns jedoch keine andere Möglichkeit. Die Lage ist einfach zu kompliziert und zu unsicher, um eine Konzertreihe durchzuführen, die unseren Ansprüchen entspricht. Darüber hinaus hat die Sicherheit aller Beteiligten höchste Priorität.“, so Micky Jürgensen, Vorsitzende der Musikvereinigung Nordschleswig.

Ob es zu einer Wiederaufnahme des Projekts zusammen mit dem Landesmusikrat Schleswig-Holstein 2021 kommt, kann derzeit nicht prognostiziert werden: „Wir wünschen uns sehr, dieses grenzüberschreitende Projekt zusammen mit dem Landesmusikrat kommendes Jahr wiederaufnehmen zu können. Aber ob dieses Puzzle aufgeht, bleibt abzuwarten.“, erklärt Uffe Iwersen, BDN Kulturkonsulent.

Foto: vom 2017-Projekt der Musikvereinigung Nordschleswig, dem BDN und dem Landesmusikrat (Werk: Ein Reformatorisches Requiem von Leon Tscholl) mit Konzerten in Kopenhagen, Berlin und drei Konzerten in Nordschleswig.